“Ich stand barfuß auf unserem Acker und hörte nur das leise Trommeln auf der Gewächshausmembran – dabei war November. Unser Garten sah aus wie im Hochsommer, die Tomaten hingen noch voller…

"Ich stand barfuß auf unserem Acker und hörte nur das leise Trommeln auf der Gewächshausmembran – dabei war November. Unser Garten sah aus wie im Hochsommer, die Tomaten hingen noch voller...

Der Himmel ist knallblau, die Sonne scheint, und dabei haben wir November. Fast wie im Sommer. Ich kann es selbst kaum glauben, aber unser Garten sieht heute tatsächlich so aus, als wäre der Herbst noch weit weg. Deshalb habe ich mich heute mit der Kamera auf den Weg gemacht, um euch alles zu zeigen.

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Es gibt einige Dinge, die wir mit euch teilen wollen und auch ein paar Fragen, die uns in letzter Zeit erreicht haben. Also, kommt mit zu unserem Gartenrundgang. Schon im Hintergrund seht ihr die weißen Tupfen: das sind unsere Hochbeete, unsere Kartoffeltonnen. Es sind Zylinder aus Blech, die unten ein Gitter haben, damit das Wasser ablaufen kann.

In der ersten Jahreshälfte wachsen dort die Kartoffeln, und jetzt in der zweiten Hälfte steckt auch noch einiges an Gemüse drin. In der ersten Tonne entdecken wir den Brokkoli. Im Juli haben wir ihn ausgesät – wenn ihr das auch machen wollt, merkt euch das direkt für nächstes Jahr vor. Es sind wunderschöne Exemplare dabei.

Zwei haben wir schon geerntet, insgesamt wachsen vier in dieser einen Tonne. Daneben steht der Blumenkohl, mein Lieblingskohl. Wichtig ist hier die richtige Sorte zu wählen. Bei uns sind insgesamt drei bis vier Exemplare drin, die unterschiedlich weit sind, was die Reife angeht.

Der eine oder andere wandert heute oder morgen in die Küche. Darauf freue ich mich schon. Insgesamt haben wir in unseren Kartoffeltonnen zwölf Exemplare vom Blumenkohl, zwölf vom Brokkoli und auch zwölf vom Chinakohl. Der Chinakohl hat einen Durchmesser von ungefähr sechzig Zentimetern, falls ihr das nachbauen möchtet.

Aus dem Chinakohl kann man wunderbar Kimchi machen, fermentieren, oder ihn roh in den Salat geben. Auch gedünstet schmeckt er hervorragend. Neben mir steht noch der Spitzkohl, der sich ebenfalls prima roh, gedünstet oder fermentiert verwenden lässt. Und in der letzten Tonne sind sogar noch Kartoffeln drin.

Die sind nicht ausgetrieben und wir möchten daraus Weihnachtskartoffeln machen. Falls ihr wissen wollt, ob das funktioniert, abonniert uns gerne, dann zeigen wir euch, ob wir zu Weihnachten frische Kartoffeln aus dem Garten holen können. Weiter geht es in den geschützten Bereich, in unser großes Gewächshaus. Die Tomatenpflanzen hängen immer noch voller Früchte.

Sie sind gelb, orange und leicht rötlich. Man sieht ihnen schon an, dass es langsam zu Ende gehen könnte, aber wir haben November und schaut euch diese Pflanzen an. Unglaublich. Da ist sogar noch eine Fleischtomate, die ich euch zeigen muss.

Sie ist vielleicht nicht ganz so riesig wie andere Fleischtomaten, aber sie hat eine dünne Schale und schmeckt super aromatisch nach Tomate. Eine absolute Empfehlung. Dass sie sich so lange hält, ist der Wahnsinn. Und nein, wir vergackeiern euch nicht.

Das ist kein Video mit KI oder so. Wir sind KI-frei, wir sind werbefrei, das ist uns wichtig. Und es ist wirklich echt – richtig, richtig toll. Bei den Gurken ist es vorbei, die räumen wir jetzt ab.

Aber unten drunter sind die Jalapeños, die wollen einfach nicht aufhören. Die sehen faszinierend gut aus, richtig schön. Auch davon werden wir eine gute Ernte haben. Draußen geht es weiter.

Hier im Freiland steht unsere Cocktailtomate. Man sieht ihr die Spuren der Jahreszeit an, aber es sind immer noch ganz viele Früchte dran. Sie sind richtig süß und lecker, auch jetzt noch. Im Freiland haben sie eine etwas festere Schale, das müssen sie, um sich zu schützen.

Wenn ihr sie geschützt anbaut, wird die Schale dünner und sie schmeckt noch süßer. Auf jeden Fall eine Empfehlung für die Planung des nächsten Jahres. Der Herbst ist da, der Großteil der Saison ist abgeschlossen. Aber ihr kennt uns: Wir ernten, wir säen, wir pflanzen das ganze Jahr über.

Und es lohnt sich. Noch ganz viel Spinat ist da, Mangold, Sellerie. Hier stehen Radieschen, Eiszapfen, dazwischen Salate und einzelne Pflänzchen. Und dann kommt der Winterporree.

Im September sah der noch ziemlich klein aus, und jetzt hat er richtig zugelegt. Direkt neben mir auf dem Boden sieht es fast aus wie ein Bodendecker: das sind Endivien, Herbstsalat. Die werden jetzt fleißig geerntet. Daneben haben wir die Ringelblumen noch stehen.

Auch die Cappuccinakresse sieht mit ihren großen grünen Blättern noch gut aus. So schön sieht es natürlich nur aus, weil wir bisher noch keinen großen Frost hatten. Die Tomaten draußen zeigen das auch. Wenn der Frost das nächste Mal kommt, wird es anders aussehen.

Aber bis dahin haben wir hier jede Menge Schönheiten. Und auch danach geht es weiter: Wir haben Gemüsepflanzen stehen, die mit dem Frost kein Problem haben, wie den Winterporree. Auf der anderen Seite unseres Gemüsegartens ist der Bereich, der immer Gründünger ist. Ein großes Feld.

Wir haben es mit der Egge zusammengezogen und dann habe ich per Hand ausgesät. Das mache ich am liebsten barfuß. Hier wächst die Phacelia. Sie ist nicht winterhart.

Wenn es schön abfriert, bleibt sie liegen und der Boden ist bedeckt. Das ist das, was im Winter wichtig ist: die Erde bedeckt zu halten. Friert es nicht, müssen wir sie abmulchen und nächstes Jahr einarbeiten. Auf der anderen Seite standen die Sonnenblumen.

Die sind jetzt abgemulcht, da war es für die Phacelia schon zu spät. Aber der Boden ist auch bedeckt und das bleibt so liegen. Die andere Alternative ist, den Boden mit Laub oder anderen Materialien zu bedecken. Wichtig ist, die Erde über den Winter bedeckt zu halten.

Das ist gut für die Bodenpflege, dann trocknet sie nicht aus und wäscht nicht aus. Wenn ihr noch freie Beete habt, könnt ihr jetzt noch Gründünger ausbringen, zum Beispiel Roggen. Den arbeitet man im Frühjahr ein und hat damit eine Bodenverbesserung. Bei uns ist das Sortiment an Gründüngern inzwischen ein bisschen größer geworden, da gibt es viel Vielfalt und Möglichkeiten.

Schaut gerne auf unserer Homepage vorbei. Jetzt sind wir im Kleingemüsegarten. Neben dem Popcornmais steht der Palmkohl, und daneben wachsen die Heilandtomaten. Ganz viele gelbe, leuchtende Punkte.

Für November sehen die richtig gut aus. Einige sind schon ein bisschen um, aber dazwischen hängen immer noch Früchte, die man verspeisen kann. Und damit komme ich zu einer Frage, die uns in letzter Zeit öfter erreicht hat: Warum ist der Saatgutkalender denn teurer geworden? Ich glaube, ich schulde euch eine Erklärung.

Die letzten sechs Jahre war der Preis stabil. Jetzt ist die Auflage kleiner geworden. In den letzten zwei Jahren konnten wir doppelseitig drucken, auf den Rückseiten sind Rezeptideen. Die Stunden, die da an Arbeit drinstecken, schreibe ich gar nicht alle auf, weil da so viel Herzblut drin ist.

Wir machen alles selbst – die Fotos, die Rezepte, alles komplett selbst gemacht. Dazu kommen zwölf Saatguttütchen, biologisch samenfest, von Hand abgefüllt, alles in Deutschland. Sechs Jahre blieb der Preis stabil. Jetzt mussten wir drei Euro höher gehen, weil die Kosten so gestiegen sind, dass wir das nicht mehr tragen können.

Eigentlich müsste der Kalender 36 Euro oder teurer sein. Wir sind jetzt bei 32 Euro. Ich hoffe, das ist verständlich. Die wirtschaftliche Lage betrifft uns alle, das merkt ihr sicher auch im Alltag.

Es wird schwieriger, es wird teurer. Und das erklärt auch, warum es mit unseren Baustellenvideos und Hofgeschichten nicht weitergeht: Wir haben uns darauf konzentriert, in den Betrieb zu investieren, hochwertiges Saatgut zu erzeugen und zu schauen, was wir dafür brauchen. Die Baustelle ist momentan auf ein Minimum gesetzt. Einige Räume sind noch totale Baustelle.

Das kann erst weitergehen, wenn wir die finanziellen Mittel haben. Wir möchten uns nicht weiter verschulden. Die Auflage des Kalenders wird auch kleiner. Ich weiß nicht, ob ich nächstes Jahr noch einen anbieten kann.

Da bin ich tatsächlich auf euch angewiesen, wenn ihr uns unterstützen möchtet, wenn ihr die Wertschätzung zurückgeben möchtet. Unsere Videos bleiben werbefrei, keine Frage, auch in der gewohnten Qualität. Aber wenn ihr uns weiter unterstützen wollt, könnte ich eure Unterstützung jetzt wirklich gebrauchen. Wenn ihr einen Kalender haben möchtet und versteht, warum er drei Euro teurer geworden ist – oder wenn ihr ein schönes Weihnachtsgeschenk für euch oder eure Freunde sucht – dann schaut ihn euch gerne an.

Den Link findet ihr direkt unter dem Video. Und ganz lieben Dank an alle, die ihn schon haben und uns ihre Rückmeldung geschickt haben. Das berührt mich, wenn ich am Computer sitze und die Zeilen lese. Danke schön.

Aber zurück zum Gemüse. Hier seht ihr den Winterwirsing, den Wirsing spät, so heißt er bei uns. Wenn ihr Schwierigkeiten mit dem Kohlweißling habt, probiert unbedingt den Anbau vom Wirsing. Das Beet ist vielleicht nicht ganz perfekt geflickt, macht aber nichts.

Wir sind schon am Ernten, da sind richtig schöne Köpfe dabei. Der Wirsing spät wächst fantastisch und jetzt beginnt die Ernte. Im Herbst ist nicht jeder Tag so ein Sonnentag. Es wird auch wieder diesige Tage geben.

Und gerade dann freue ich mich unheimlich auf Wirsing auf dem Tisch, zusammen mit Kartoffeln – eigenen Kartoffeln womöglich noch. Was ein Hochgenuss. Und die Planung fürs nächste Jahr ist natürlich auch schon da. Dafür gehen wir jetzt zum Acker.

Ein Teil davon war schon Gemüseacker, und wie ihr seht, ist da überall Grün. Mal mehr, mal weniger. Ich möchte euch erklären, was hier passiert ist. Wir haben den Boden vorbereitet, wir haben fleißig mit dem Pferd geeckt, an mehreren Tagen.

Das war anstrengend, aber es hat gut geklappt. Dann haben wir von Hand gesät – das liebe ich, das mache ich barfuß. Es hat richtig Spaß gemacht. Natürlich gibt es hier und da Ecken, wo es nicht so gut aufgelaufen ist oder nicht so viel Saatgut hingekommen ist, weil ich manchmal quer gegangen bin.

Aber es wird ein schöner Teppich werden. Das ist Getreide. Ganz hinten steht Nackthafer, der läuft auch schon auf. Und direkt neben mir ist Emmergetreide, ein wirklich altes Getreide.

Vielleicht kennt ihr es ja. Wir haben es lieben gelernt. Es lässt sich super verbacken, schmeckt gut und ist toll verträglich. Wenn ihr ab und zu Schwierigkeiten mit Weizen, Dinkel oder modernen Sorten habt, ist Emmer vielleicht eine Empfehlung.

Das Grünzeug auf der anderen Seite sieht aus wie Wiese. Das ist Winterroggen, kombiniert mit Zottelwicke und Wintererbse, als Gründünger gedacht. Hier kann man schön sehen: Im vorderen Bereich vom Tunnel ist es wirklich dunkelgrün. Das war Gemüsegarten, dort war die Erde gepflegt und anders aufbereitet.

Rechts daneben war Acker, da sieht man, dass der Roggen dort mehr zu kämpfen hat. Direkt neben mir – tada – sieht man kaum etwas, außer im Detail. Hier ist schon fleißig am Keimen, die ersten grünen Spitzen sind da. Das ist der Knoblauch.

Es ist noch nicht zu spät: Wenn ihr einen Streifen frei habt oder in den Hochbeeten Platz, könnt ihr noch Pflanzknoblauch bekommen. Wir haben noch ein paar feine Sorten, findet ihr bei uns im Kiosk in der Kategorie Zwiebelgemüse. Er ist winterhart, da braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. Und im Sommer gibt es wieder schönen neuen Knoblauch.

Ich liebe es. Wir gehen ein Stück weiter und ihr seht einen unserer Folientunnel. Da ist jetzt auch viel passiert. Die alten Gemüsepflanzen und Reste sind rausgeräumt.

Jetzt wird aufgeräumt, Mist eingearbeitet, effektive Mikroorganismen kommen rein. Wir bearbeiten und pflegen, damit es weiterhin gut läuft. Das ist wichtig. Und wir haben nicht nur diese zwei Tunnel im alten Format, es sind zwei dazugekommen, weil die RVG hier war und wir eine tolle neue Zusammenarbeit haben.

Dazu gibt es ein Video, wo man den Aufbau sieht. Diese Tunnel mit den besonderen Türen haben wir aufgenommen, weil wir sie super finden. Dahinter steckt ein anderes Windkonzept. Dieser Bereich hier wird später Gemüseacker.

Dafür müssen wir Vorbereitungen treffen. Es werden verschiedene Gründünger ausgebracht, um eine gute Fläche zu bekommen. Wenn ihr da hinten schaut, seht ihr eine Reihe. Es sind mehrere Reihen, zwei oder drei im Hor gepflanzt.

Das ist der Mais, und dahinter ist der Gemüseacker, den wir dieses Jahr bewirtschaftet haben. Sollen wir uns den nächste Woche anschauen? Schreibt es gerne in die Kommentare. Zum Abschluss habe ich noch einen besonderen Punkt: ein kleines Gewächshaus.

Es ist richtig niedlich drin, richtig schön. Ich fühle mich da sehr wohl. Kommt mit. Wir sind hier im Lasera, im Geodom, in der geodätischen Kuppel – oder wie meine Mama sagt, im Iglu.

Ist es nicht wunderschön? Ein toller Platz, um zwischendurch zu meditieren. Hier sind viele grüne Pflanzen drin. Im letzten Video haben wir gemeinsam mit euch bepflanzt, und nach einer Woche sieht es jetzt so aus.

Der Schnittsalat keimt schon. Wunderbar. Wir hatten ja gedüngt, und da kamen Fragen von euch: Wie geht es mit der Düngung weiter? Wir haben unseren Tomaten- und Gemüsedünger genommen.

Der wird jetzt nach zwei Wochen in derselben Dosis noch einmal ausgebracht. Dann lassen wir es mit dem Düngen sein. Im Dezember wird nicht gedüngt, über den Winter nicht, und im März schauen wir, wie die Pflanzen aussehen. Brauchen sie etwas?

Wenn sie gut aussehen, bekommen sie keinen weiteren Dünger. Natürlich wird zwischendurch schon geerntet. Einige von euch haben ja schon eine Bodenprobe gemacht. Jetzt ist eine richtig gute Zeit dafür.

Am Ende des Videos verlinke ich euch unser Video zum Thema Bodenprobe und Bodenprobe interpretieren. Es ist ein bisschen länger, vielleicht würde der eine oder andere sagen trocken, obwohl David und ich uns Mühe gegeben haben, es interessant aufzubereiten. Der Boden ist die Basis für unser Gemüse und damit auch die Basis für unsere Gesundheit. So wie es im Darm ist, ist es im Boden auch, ganz vereinfacht gesagt.

Ein Thema, das sich lohnt, einmal genauer anzuschauen. Ich hoffe, das Video hat euch Freude gemacht und ein paar klärende Worte waren dabei. Manche Dinge muss man einfach mal so sagen, wie sie sind. Und ich hoffe, das kam nicht als Jammerei rüber – es ist wirklich ein Thema, das wichtig ist und uns alle betrifft.

Da möchten wir euch weiterhin Transparenz bieten. Über jeden Daumen nach oben freuen wir uns wie immer sehr, auch wenn ihr das Video mit anderen Gemüsefreunden teilt. Macht eure Gärten bunt, plant schon für nächstes Jahr. Vielleicht war ja etwas dabei, wo ihr sagt: Nächsten Juli säe ich auf jeden Fall Brokkoli aus.

Für weitere Gartentipps findet ihr unheimlich viele Videos, die wir mit Herzblut erstellt haben, werbefrei, auf unserem Kanal. Schaut euch um. Bis zum nächsten Mal, eure Jan.