Im September 1958 zeigte mir mein Großvater zum letzten Mal seinen Keller. Zwischen Kartoffeln, Kohle und Kompottglas saß er auf der Treppe und sagte: „Was du diesen Winter verbrennst, hast du…
Der Keller roch nach feuchter Erde, Kohlenstaub und altem Holz. Ich stellte die letzten Weckgläser auf das Regal und zählte sie nach. Kirschkompott, zwölf Gläser. Zwetschgen, acht. Ein Glas Mirabellen, das meine Mutter besonders stolz gemacht hatte. Jedes Glas ein Stück Sommer, konserviert für die Monate, in denen draußen nichts mehr wuchs. Mein Großvater hatte … Read more