Um 2:15 Uhr in der Früh drehte sich der stechende Schmerz in meiner rechten Seite zu einer blendenden, unerträglichen Qual. Ich war 68 Jahre alt und hatte immer geglaubt, eine hohe Schmerztoleranz zu haben – vor allem, weil ich seit zwei Jahren aushielt, dass mein Sohn und seine Frau in meinem Haus wohnten. Aber dieser körperliche Schmerz war etwas anderes. Er raubte mir den Atem.

So gut ich konnte, schleppte ich mich aus dem Bett, stützte mich schwer an der Wand des Flurs ab und machte mich auf den Weg zum Schlafzimmer – dem Zimmer, das ich Alonso und Bárbara gegeben hatte, als sie eingezogen waren, um Geld zu sparen. Ich klopfte an den Holzrahmen, meine Fingerknöchel machten kaum Geräusch. Die Tür öffnete sich einen Spalt. Bárbara stand da in ihrem teuren Seidenpyjama, das Gesicht vom Schein ihres Handys erhellt.
Alonso war ein Bündel unter der Decke und schnarchte leise. „Bárbara


