Ein absoluter Schock! Welches dunkle Geheimnis verbirgt sich hinter dem Fundort im Wald – und WER IST DIE UNBEKANNTE TOTE, deren Schicksal nach einer grausamen Tat bis heute ganz Deutschland bewegt?

Ein absoluter Schock! Welches dunkle Geheimnis verbirgt sich hinter dem Fundort im Wald – und WER IST DIE UNBEKANNTE TOTE, deren Schicksal nach einer grausamen Tat bis heute ganz Deutschland bewegt?

Altena – Ein Cold Case, der seit über 25 Jahren ermittelt, hat eine neue, grausame Wendung genommen: Die Obduktion der verkohlten Leiche eines jungen Mädchens, die im Juni 1997 in einem Waldstück bei Altena-Bergfeld gefunden wurde, hat ergeben, dass das Opfer noch lebte, als es mit Benzin übergossen und angezündet wurde.

Die Polizei im nordrhein-westfälischen Hagen steht vor einem Rätsel, das die Ermittler seit mehr als einem Vierteljahrhundert beschäftigt. Der Fund am 2. Juni 1997 durch einen zufällig vorbeikommenden Motorradfahrer in einem abgelegenen Waldgebiet schockierte selbst erfahrene Beamte.

Die junge Frau, die auf etwa 18 bis 22 Jahre geschätzt wurde, war fast bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Ihre Identität ist bis heute ungeklärt, was die Jagd nach ihrem Mörder zu einer der komplexesten und frustrierendsten Aufgaben der deutschen Kriminalgeschichte macht.

Kriminalhauptkommissar Frank Haarmann vom Polizeipräsidium Hagen gehört zu den Ermittlern, die seit Jahrzehnten an diesem Fall arbeiten. Er beschreibt den Fundort und die Umstände mit bedrückender Präzision. „Die Leiche war komplett entkleidet, es fehlte jeglicher Körperschmuck“, erinnert er sich.

„Die Leiche war in groben Teilen verbrannt und leider Gottes fand man dann auch noch einen Nylonstrumpf um ihren Hals herum. “ Dieser Strumpf war der erste entscheidende Hinweis auf die Todesursache, doch die Obduktion förderte noch weitaus schockierendere Details zutage.

Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass die Frau nicht sofort an den Folgen der Strangulation starb. „Man hat Reste von Ruß in unterschiedlichen Organen festgestellt, in der Lunge, auch im Magentrakt“, so Haarmann. Dieser Befund ist der grausige Beweis dafür, dass das Opfer den qualvollen Tod durch die Flammen bei vollem Bewusstsein erleiden musste.

„Das ist so traurig, dass ein Menschenleben so enden muss“, fügt der Kommissar mit bewegter Stimme hinzu. Die Frau wurde brutal ermordet, alleine im Wald zurückgelassen und durch die Flammen ihrer Identität beraubt.

Für die Polizei stellte sich sofort die zentrale Frage: Wer ist diese Frau? Die Ermittler standen vor einem Scherbenhaufen. Die Verbrennungen waren so massiv, dass herkömmliche Identifizierungsmethoden versagten.

Die Frau war lediglich 1,50 bis 1,55 Meter groß, hatte eine Schuhgröße von 33 bis 35 und ein auffallend gepflegtes Gebiss. Doch genau dieses Gebiss, das eigentlich eine Chance zur Identifizierung bot, wurde zum nächsten Mysterium. „Auf einem Zahn ist ein Strassstein entfernt worden“, erklärt Haarmann.

„Vermutlich um die Ermittlungen zur Identität der Person zu erschweren. “ Alle Anfragen bei Zahnärzten in Deutschland und später auch international blieben erfolglos.

Während die Identität des Opfers im Dunkeln lag, gelang den Ermittlern im Bereich der Tätersuche ein scheinbar bahnbrechender Durchbruch. Unter den Fingernägeln der Toten und im Scheidenbereich fanden die Beamten DNA-Spuren, die zweifelsfrei einem Mann zugeordnet werden konnten. Der Abgleich mit der DNA des Opfers führte zu einem erschütternden Ergebnis: „Wir sind darauf gekommen, dass es sich bei dem Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Vater des Mädchens oder der Frau handeln muss“, so Haarmann.

Die Vorstellung, dass der eigene Vater an einem solch brutalen Mord beteiligt gewesen sein könnte, ist selbst für erfahrene Ermittler kaum zu fassen. „Das ist schon echt heftig“, kommentiert der Kommissar die schockierende Wendung.

Doch trotz dieser eindeutigen DNA-Spur führten alle Bemühungen, den Vater oder weitere mögliche Täter ausfindig zu machen, ins Leere. Das Kernproblem blieb die Unkenntnis über die Identität des Opfers. Ohne Namen, ohne Herkunft, ohne soziales Umfeld konnte die Polizei keine Verbindungen herstellen.

Die Ermittler tappten im Dunkeln, und der Fall drohte in der Versenkung zu verschwinden. Etwa ein Jahr nach dem Fund wagte die Mordkommission einen ungewöhnlichen Schritt, um die Öffentlichkeit zu erreichen: Sie veröffentlichte eine Gesichtsrekonstruktion, die von einem Spezialcomputer der Universität Glasgow erstellt worden war.

Diese Bilder, die das Gesicht der Toten mit vier verschiedenen Frisuren zeigten, sollten Zeugen aufmerksam machen. Die Hoffnung war groß, dass jemand die Frau wiedererkennt. „Es sind natürlich einige Hinweise eingegangen“, berichtet Haarmann.

Eine Spur führte zu einem Zwillingspärchen, das in einem Zirkus in der Region aufgetreten war und von dem plötzlich nur noch eine Schwester in Begleitung des Vaters gesehen wurde. Die Ermittler überprüften diese heiße Spur intensiv, mussten jedoch feststellen, dass beide Zwillinge noch am Leben waren. Auch eine Taxifahrerin meldete sich und gab an, das Opfer mit drei männlichen Personen transportiert zu haben.

Doch auch diese Spur verlief sich im Sand der Ermittlungen.

Warum erkennt niemand die tote Frau von Bergfeld? Ist die Rekonstruktion ungenau? Oder ermittelt die Polizei in die völlig falsche Richtung?

Diese Fragen beschäftigten die Ermittler über zwei Jahrzehnte lang. Der Fall schien in einer Sackgasse zu stecken, bis im Mai 2023 eine internationale Initiative neue Hoffnung gab. Die Polizeiorganisation Interpol startete gemeinsam mit den Polizeibehörden aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien die Kampagne „Identify Me“.

Ziel war es, 22 ungeklärte Frauenmorde aus der Vergangenheit zu lösen, von denen sechs in Deutschland geschahen – einer davon war der Fall von Altena-Bergfeld.

Die Kampagne basierte auf einer neuen, entscheidenden Theorie: Die junge Frau könnte gar nicht aus Deutschland stammen, sondern aus einem anderen europäischen Land. Diese Annahme würde erklären, warum ihre Identität in Deutschland nie festgestellt werden konnte. Deshalb wurden die Beweise nun europaweit veröffentlicht.

Neben Bildern von Kleidungsstücken und besonderen Merkmalen der Toten präsentierte die Polizei auch eine völlig neue, überarbeitete Gesichtsrekonstruktion. Dieses Bild, das mit modernster Technik erstellt wurde, zeigt eine junge Frau mit dunklen, rot-braun gefärbten Haaren, heller Haut und dunklen Augen.

Die neue Rekonstruktion ist deutlich klarer und aussagekräftiger als ihr Vorgänger aus den 90er Jahren. Doch wie genau funktioniert diese Methode, die einer verbrannten Leiche ein Gesicht verleiht? Die Antwort darauf liefert Steffi Burrath, eine der wenigen Gesichtsrekonstrukteurinnen Deutschlands, die beim Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt arbeitet und ihre Ausbildung beim FBI absolviert hat.

Sie erklärt die komplexe Prozedur: „Gesichtsrekonstruktion wird anhand eines Schädels erarbeitet. Man bekommt den Schädel von diesem unbekannten Toten und weitere Unterlagen wie einen Obduktionsbericht. “ Anhand von Messwerten, den sogenannten Weichteilstärken, werden Punkte auf dem Schädel markiert, die den Abstand zwischen Knochen und Hautoberfläche anzeigen.

Diese Stifte, mehr als 28 an der Zahl, zeigen der Expertin, wo die Haut des Gesichts verlief. „Man sieht zum Beispiel auf der Nase ist nur sehr wenig oben drauf, während an der Wange mehr Weichteildicke vorhanden ist“, erläutert Burrath. Mit dieser Methode kann sie entweder mit Knetmasse das Gesicht modellieren oder, wie in ihrem Fall, die Umrisse zeichnen.

Das Ergebnis ist ein Phantombild, das dann mit Haaren, Augenbrauen und Altersmerkmalen versehen wird. Die Wahl der Frisur ist dabei ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Fahndung. „Frisuren verändern ein Erscheinungsbild sehr, sehr stark“, warnt Burrath.

„Wenn die Frisur nicht richtig passt zu dieser Person, die gesucht wird, dann kann es sein, dass keiner sie wiedererkennt. “

Die neue Rekonstruktion im Fall Altena zeigt die Frau nun mit einer dezenten, angedeuteten Frisur, um den Fokus ganz auf die Gesichtszüge zu lenken. Die Ermittler hoffen, dass diese veränderte Darstellung endlich den entscheidenden Hinweis liefert. Die Kampagne „Identify Me“ hat bereits mehrere Hinweise gebracht, doch die Identität der Frau konnte bislang nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Ein weiteres Detail der neuen Ermittlungen sorgte jedoch für Aufsehen: Die Annahme, das Opfer habe blaue Augen gehabt, wurde verworfen. „Die Augen verfärben sich durch den Brand und werden immer blau“, erklärt Haarmann die neue Erkenntnis. Die Rekonstrukteurin habe festgestellt, dass die Frau in Wirklichkeit dunkle Augen hatte.

Dieser scheinbar kleine Unterschied könnte für die Wiedererkennung von entscheidender Bedeutung sein. Die Polizei bittet die Öffentlichkeit weiterhin eindringlich um Mithilfe. Das Bundeskriminalamt hat eine Belohnung von bis zu 2.

000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Identifizierung der Frau und zur Ergreifung des Täters führen. „Bitte helfen Sie uns, die Frau zu identifizieren und ihren Mörder zu finden“, appelliert die Behörde in einem bewegenden Video. „Nicht nur aufgrund der Belohnung, sondern auch, weil die Frau selbst es verdient, nicht vergessen zu werden.

Der Fall der Toten von Altena-Bergfeld ist eine der grausamsten und gleichzeitig rätselhaftesten Geschichten der deutschen Kriminalgeschichte. Eine junge Frau, die noch lebend verbrannt wurde, ein Vater, der als Täter in Frage kommt, und eine Identität, die sich seit über 25 Jahren hartnäckig jedem Zugriff entzieht. Irgendwo da draußen gibt es vermutlich eine Familie, Freunde, die sich bis heute fragen, was aus ihrer Tochter, Schwester oder Freundin geworden ist.

Vielleicht liegt die Lösung in einem winzigen Detail, einer Erinnerung, einem alten Foto. Die Ermittler in Hagen geben nicht auf, und mit der neuen internationalen Aufmerksamkeit durch „Identify Me“ könnte der entscheidende Durchbruch endlich gelingen. Bis dahin bleibt die Frage, die seit 1997 unbeantwortet ist: Wer ist diese Frau, die so brutal aus dem Leben gerissen wurde?