„Ich habe eben die Zwiebelernte sortiert und dabei eine Entdeckung gemacht, die mich sprachlos zurückgelassen hat. Wir hatten dieses Jahr so viele Zwiebeln wie nie zuvor – Kistenweise, ein…

„Ich habe eben die Zwiebelernte sortiert und dabei eine Entdeckung gemacht, die mich sprachlos zurückgelassen hat. Wir hatten dieses Jahr so viele Zwiebeln wie nie zuvor – Kistenweise, ein...

„Ist der Knoblauch schon da? Habe ich ihn verpasst? “

Diese Frage erreicht uns gerade täglich per E-Mail. Deshalb möchte ich sie heute gleich zu Beginn beantworten: Nein, ihr habt nichts verpasst.

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Der Herbstknoblauch zieht jetzt in unseren Kiosk ein und kann ab sofort bestellt werden. Und wer noch den Bio-Saatgutkalender möchte, den ich gerade als Probdruck in den Händen halte, der sollte bis Ende September oder Anfang Oktober warten. Dann können Knoblauch und Kalender zusammen bestellt werden, und ihr spart euch das Porto. Mehr Infos dazu gibt es wie immer in unserem Newsletter.

Jetzt aber genug geredet. Da drüben steht der Mais, der will runter. Kommt mit auf einen Tag bei uns am Hof. Wir stehen am Ackergarten, wo wir eine ganze Reihe Mais gepflanzt haben.

Es ist Zeit zu ernten. Die braunen, eingetrockneten Haare oben am Kolben sind das Zeichen, dass der Mais reif ist. Wir holen ihn jetzt, solange er noch schön süß ist. Hängt er länger, wandelt sich der Zucker in Stärke um – essen kann man ihn dann immer noch, aber er schmeckt nicht mehr so süß.

Ein paar Kolben werden direkt verzehrt, der Großteil wird eingefroren. Dafür haben wir extra zwei Fächer im Froster reserviert, damit wir uns über das Jahr hinweg immer wieder mit Mais versorgen können. Ich gebe zu: Ab und zu überkommt mich die Großzügigkeit, und die Hühner bekommen dann nicht nur den abgefressenen Kolben, sondern durchaus auch mal ein oder zwei ganze. Das ist für sie ein richtiger Festtag.

Mein Mann und ich ernten jetzt zusammen ab – ihr seht das gleich im Schnelldurchlauf. Ein paar Meter sind es schon. Die Schubkarre ist voll, ungefähr die Hälfte haben wir geschafft. Den Rest machen wir morgen.

Und wenn ein Kolben abgeerntet ist, setzen wir uns direkt hin und essen einen. Roher Mais, der so süß ist, ist eine wunderbare Knabberei. Und wenn wir fast fertig sind, freuen sich die Hühner schon auf den Rest. Im September ist überall Erntezeit.

Im Ackergarten warten da auch noch ein paar große grüne Kugeln – ihr ahnt es vielleicht schon: Wassermelonen. Einige haben wir bereits probiert und gegessen, die will ich euch zeigen. Hier auf diesem Bereich haben wir die Wassermelonen gepflanzt. Dieser Sommer war wirklich nicht einfach, am Anfang kühl und nass.

Und trotzdem ist diese Wassermelone hier wunderbar gewachsen. Wenn das schon bei so einem Wetter klappt, frage ich mich, wie gut es erst in einem richtig schönen Sommer werden könnte. Die Früchte sind unterschiedlich groß, aber wir haben es auf die großen abgesehen. Wenn ich eine Wassermelone ernten möchte, achte ich darauf, dass der Stängel oben eingetrocknet ist.

Und natürlich mache ich den Klopftest. Ich habe hier zwei Stück – diese hier ist schon eingetrocknet, die habe ich bereits abgemacht. Hört mal: Die eine klingt hohl, die andere ein bisschen dumpfer. Ich verspreche mir von der dumpferen, dass sie reifer ist.

Ob sie es wirklich ist, werden wir gleich testen. Unser Saatgut von den Wassermelonen möchten wir auf jeden Fall im Shop anbieten. Dass Wassermelonen auch in Deutschland bei einem schlechten Sommer funktionieren können, seht ihr ja hier. Ich bin neugierig.

Messer raus, und dann machen wir sie auf. Vorher haben wir die Melone abgespritzt, jetzt glänzt sie schön. Man könnte natürlich ein größeres Messer nehmen, aber es funktioniert auch mit den Bordmitteln. Boah, da ist Spannung drauf.

Jetzt brauchen wir noch den Geschmackstest. „Mein lieber Gärtner und Mann, probier mal. “

Er beißt rein, kaut, schmatzt. „Die ist süß.

Die sieht super aus, von der Farbigkeit und Konsistenz her sehr gut. “

„Ich würde sagen, wir könnten nächstes Jahr vielleicht wieder eine Wassermelonen-Challenge machen. Das ist genial, echt genial. “

Habt ihr Lust auf Wassermelonen?

Ich bring der Oma auch was. Bei uns im Garten-Gemüsekiosk spielt Saatgut eine zentrale Rolle. Im letzten Video haben wir mit Max besprochen, was man im September noch aussäen kann. Da haben wir unter anderem Asiasalate ausgesät.

Jetzt schaut euch das an: Hier stehen die Multitopfplatten mit den Keimlingen. Da haben wir den roten Asiasalat, den Mibuna – der ist schon richtig schön gekeimt, ich bin sehr zufrieden. Und auf der anderen Seite seht ihr die Keimlinge vom Mitsuna, dem grünen Asiasalat, eine Woche alt. Nach der Aussaat haben wir die Platten auf die Nordseite gestellt, damit sie nicht die volle Sonne abbekommen, und feucht gehalten.

Jetzt, wo die Keimlinge so groß sind, kommen sie in die Sonne und werden weiter feucht gehalten. Nicht zu viel Wasser, aber genug – jetzt haben sie die Sonne und können schön weiterwachsen. Dasselbe Prozedere machen wir jetzt mit dem Spinat. Wenn wir ihn ausgesät haben, kommt er erst auf die Nordseite.

Sobald die Pflanzen wachsen, bekommen sie Sonne. Ihr fragt euch vielleicht, wieso wir schon wieder Spinat aussäen. Wir haben Spinat bereits in den Beeten ausgesät. Aber wir möchten auch Spinat für den Winter im Gewächshaus haben.

Das könnt ihr jetzt noch machen: Bis Mitte oder Ende Oktober könnt ihr Spinat vorziehen und ihn dann im geschützten Bereich anbauen. Bei uns ist das das Gewächshaus, und dann können wir den Winter über frisches Grün ernten. Das ist mir persönlich sehr wichtig. Ich liebe diese Vielfalt, dieses Bunte.

Jetzt säen wir den Spinat aus – das seht ihr gleich im Schnelldurchlauf. Wir raffeln das Substrat auf. Pro Töpfchen in der 24er-Multitopfplatte geben wir ungefähr drei Saatkörner, zwei bis drei Zentimeter tief. Dann werden sie angedrückt und angegossen.

Danach geht es auf die Nordseite. Ich mache das zusammen mit meinem Mann. Die Saat ist in der Erde, der Spinat kann jetzt schön keimen. Ich freue mich sehr darüber.

Wenn ihr Saatgut braucht, schaut gerne auf unserer Internetseite im Shop vorbei. Es ist durchaus möglich, sich hier in Deutschland das ganze Jahr über selbst zu versorgen, auch mit Salat. Unser Salat muss nicht aus irgendwelchen Gewächshäusern von woanders kommen. Mit den entsprechenden Sorten und regional angepasst können wir uns wunderbar selbst versorgen.

Man muss nur wissen, zu welcher Jahreszeit man was anbaut. Ich hoffe, wir können euch dabei mitnehmen, dass ihr seht, was funktioniert und wann. Diese Mission, sich das ganze Jahr über mit buntem, frischem Grün selbst zu versorgen – da geht mir das Herz auf. Schreibt mir gerne in die Kommentare, wie das bei euch ist.

Vielleicht auch, wie sich das in den letzten Jahren bei euch entwickelt hat – mit Salat im eigenen Garten, mit Bittersalaten, Wintersalaten und all den Variationen. Wir gehen weiter zum nächsten Punkt auf der To-do-Liste. Ich möchte euch einen Bereich zeigen, der mir wichtig ist. Im Herbst pflanzen wir immer wieder neue Sträucher und teilweise auch Obstbäume.

Die letzten zwei Jahre waren sehr intensiv, aber jeden Herbst gibt es auch Bereiche, wo man neu pflanzt oder ersetzt. Und aus einem dieser Bereiche können wir jetzt schon die ersten kleinen Ernten einfahren. Wir sind jetzt im hinteren Bereich unseres großen Gemüsegartens, an der Wildobsthecke. Hier seht ihr einen breiten Streifen Brennnessel – das ist tatsächlich bewusst so angelegt, für Insekten, für die Vielfalt, für die Schmetterlinge.

Es sind gerade so viele Schmetterlinge unterwegs. Hier liegt auch ein alter, umgestürzter Stamm vom Obstbaum, der darf hier verwittern. Es braucht auch Lebensräume für die Tiere, die uns in unserem naturnahen Garten unterstützen, auch beim Gemüse. Wir haben einiges gepflanzt: dahinten eine Wildrose, eine Weide, Holunder darf nicht fehlen.

Hier haben wir Kornelkirschen – die Ernte ist noch nicht so groß, aber das wird sich in den nächsten Jahren fügen. Da ist eine Felsenbirne, dann wieder eine Kornelkirsche, eine Haselnuss. Ich freue mich auf die Eichhörnchen, die irgendwann hier einziehen werden. Und hier, schaut mal, ist es faszinierend: ein Trieb einer Wildrose, eine Hagebutte, und sie trägt so reichlich.

Ich bin ein großer Fan davon, im beginnenden Herbst bis in den Winter hinein Hagebutten zu sammeln. Wenn der Frost darüber gezogen ist, werden sie weich. Dann kann man sie ausdrücken und direkt essen – ein absolutes Superfood. Zum Trocknen oder zur Herstellung von beispielsweise Hagebuttenmark lässt sie sich vielfältig verwenden.

Jetzt ist eine gute Zeit, um den Vorrat zu füllen. Den Schnitt der Wildrosen fressen die Pferde auch ganz gerne. Aber tatsächlich sind die Hagebutten ein prima Leckerli, das absolute Superfood – gerade in der Zeit, in der sie ihr Fellkleid wechseln. Die Hagebutten kommen bei den Ladies gut an.

Lotti hat gerade schon eine probiert, sie mag sie sehr gerne. „Ohne Hand, bitte. “

Und ihr seht schon, die Pferde kommen natürlich ohne Halfter auf die Wiese und auch auf den Platz. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei euch für die ganzen Rückmeldungen bedanken.

„Schlabbermaus“ – ja, wir gewöhnen uns aneinander, wir lernen uns kennen. Es wird spannend bleiben in den Hofgeschichten. „So, die eine kriegst du noch. “

Pferde fressen nicht nur gerne Gras und Superfood wie Hagebutten, sie brauchen für ihren täglichen Bedarf natürlich auch Heu.

Bei uns ist das bewusst zuckerarmes, fruktanarmes Heu. Und das erste Heu auf dem Hof einzulagern, ist ein Abenteuer für sich. Wir schauen mal, wie es beim Heu aussieht. Vorher probieren wir noch, ob Mia auch eine Hagebutte möchte.

„Mia, du hast gerade Gras im Kopf. Komm mal her, du musst probieren. Komm, so hoch. Bitteschön, ohne Finger.

Du knackst sie erst auf, so. “

Die beiden sind so unterschiedlich. Sie chillen noch ein bisschen, nachher geht’s rein ins Heu. Wie ihr gerade in der Einblendung sehen konntet: Wir haben jetzt noch mehr Heu in der Hütte.

Ich bin total dankbar darüber. Heu ist ein schwieriges Thema. Ich fange gerade an, mich tiefer in die Thematik einzuarbeiten, denn auf Dauer möchten wir auch beim Heu Selbstversorger werden. Gutes Heu zu bekommen ist eine schwierige Geschichte.

Wenn ihr Tipps für mich habt – ich lese schon viel Literatur, aber vielleicht habt ihr noch Ideen und Anmerkungen. Wie bekomme ich ein optimales, gerne auch kräuterreiches Heu für meine leichtfuttrigen Pferde hin? Das Ganze in Bio-Qualität zu bekommen ist natürlich nochmal schwieriger. Schreibt mir gerne eine E-Mail.

Geschafft haben wir es jetzt – lieben Gruß und Dank an Olaf. Wie ihr in der Einblendung sehen konntet, haben wir natürlich Kraft und Power, wir hätten es vielleicht auch alleine geschafft. Aber wir wussten, abends kommt Gewitter und Regen. Von daher waren wir sehr, sehr dankbar, als wir rundherum gefragt haben, wer spontan einspringen kann.

Nadin und Florian – vielen lieben Dank! Florians Muskelpower hat uns gerettet, bevor der Regen kam. Und dann kam noch mehr Hilfe aus der Nachbarschaft: Ganz lieben Dank an Sonny und Dita. Sie haben sich gedacht: Ich glaube, die brauchen ein bisschen maschinelle Unterstützung, denn es wird ja immer wieder Heu gebraucht, am liebsten in Kleinballen.

Dann kamen sie mit Ravenna vorbei – die seht ihr hier. Ravenna hatte am Nachbarhof ausgedient, weil dort Trecker und große Heuballen am Start sind. Für uns ist sie ein Segen: Sie schafft es ohne Probleme, die kleinen Ballen nach oben zu transportieren, entweder vom Boden oder vom Wagen aus. Strom haben wir mittlerweile auch ordentlich in der Scheune, sodass wir effektiv arbeiten können.

Die Photovoltaik auf dem Dach sorgt dafür, dass es effizienter wird. Wenn man viel Arbeit hat, ist Unterstützung und vernünftige Technik wirklich hilfreich. In der Scheune ist aber nicht nur Futter für die Pferde untergebracht. Es geht natürlich auch um Saatgutvermehrung – und es ist auch Futter für uns dabei.

Ich zeige euch, was ich meine. Hier in der Scheune, auf dem großen Palettentisch, stehen viele Gemüsekisten. Darin sind unsere Zwiebeln. Wir haben sie letztens zusammen geerntet – ihr kennt ja unseren kostenlosen Onlinekurs zum Zwiebelanbau, sonst schaut gerne in den Blogbeitrag zu dem Video.

Unsere Aufgabe jetzt: Die Zwiebeln sind schön abgetrocknet, jetzt müssen wir sie durchsortieren. Wir schauen, welche trocken und in Ordnung sind – das wird der Großteil sein. Aber gibt es welche, die angefangen haben zu faulen oder weich zu werden? Die müssen wir dringend raussortieren.

Die, die ein bisschen weich sind, kann ich noch in der Küche verwenden. Die trockenen werden eingelagert. Und die richtig schönen kommen zur Seite, denn die dienen der Saatgutvermehrung. Die kommen nächstes Jahr in der nächsten Saison wieder in die Erde und dürfen uns ihr wunderbares Saatgut schenken – das kommt dann auch gerne in eure Gärten.

Das Durchsortieren ist eine schöne, spaßige Sache. Die mache ich mit meinem Mann zusammen, und ihr seid dabei. Schaut mal, kistenweise Zwiebeln. Was für ein Wahnsinn – eine Zwiebelmania könnte ich fast sagen.

Letztes Jahr hatten wir schon viele Zwiebeln, und ich kam lange damit aus. Jetzt ist es noch mehr. Gut, die Saatgutvermehrung ist ja noch dabei. Wir haben eben aussortiert.

Ich habe mitgezählt: Es waren fünf Zwiebeln, die ein bisschen weich waren – die haben wir rausgetan. Ansonsten alles tipptopp. Und hier vor mir, was ich aussortiert habe: Das sind Zwiebeln, die geschossen sind, oder Gemüsezwiebeln, die sich geteilt haben, oder solche, die an der Seite feucht waren. Oder Zwiebeln, die wirklich sehr klein geblieben sind.

Die kommen jetzt direkt in den Erntesalon, dann kann ich sie in der Küche verarbeiten. Ihr habt euch von uns gewünscht, dass wir Wintersteckzwiebeln anbieten. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen: Ende September können wir euch Wintersteckzwiebeln im Shop anbieten. Und der Knoblauch ist ja auch gerade im Shop.

Wir haben uns überlegt, es gibt jetzt eine Charge Knoblauch, und Ende September noch einmal eine. Ich könnte mir vorstellen, dass die eine oder der andere von euch Porto sparen oder versandkostenfrei bestellen möchte. Denn dann haben wir unseren Bio-Saatgutkalender dabei, dazu den Knoblauch und die Wintersteckzwiebeln. Ab einem Bestellwert von 70 Euro versenden wir innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.

Wir haben uns wirklich Mühe gegeben, das so sinnvoll wie möglich zusammenzupacken. Und der Bio-Saatgutkalender wurde fürs nächste Jahr nochmal mit mehr Mehrwert versehen. Die Rückseiten sind jetzt bedruckt – ich bin selbst begeistert. Das hatten wir lange vor, jetzt konnten wir es wirklich umsetzen.

Schaut gerne in den Link unter dem Video oder direkt in unseren Shop. Bestellen könnt ihr noch nicht, aber ihr könnt schon mal schauen, was es Neues gibt. Ich würde mich super freuen, wenn euch das Video heute gefallen hat. Über jeden Daumen nach oben freuen wir uns sehr, auch wenn ihr das Video mit anderen Gartenfreunden teilt.

Zum Weiterschauen haben wir wieder etwas verlinkt: Hier oben findet ihr die Playlist mit den ganzen Onlinekursen, wie ihr Zwiebeln einfach und erfolgreich anbauen könnt. Und hier unten haben wir das Video zum Knoblauchanbau im Herbst. Macht eure Gärten bunt, plant schön und habt viel Spaß dabei.

Bis zum nächsten Mal – eure Gen.