Im Mai wollten wir endlich unsere Gurken pflanzen – bis ich den Wetterbericht sah: nachts zwei Grad. Zu kalt. Also verschoben. Ich dachte, ich hätte alles im Griff, bis ich heute Früh in die…

Im Mai wollten wir endlich unsere Gurken pflanzen – bis ich den Wetterbericht sah: nachts zwei Grad. Zu kalt. Also verschoben. Ich dachte, ich hätte alles im Griff, bis ich heute Früh in die...

Es ist Mai, und eigentlich wollten wir heute die Gurken pflanzen. Aber ein Blick auf den Wetterbericht hat uns gezeigt, dass es nachts nochmal bis auf zwei Grad runtergehen soll – und das ist den Gurken schlicht zu kalt. Also schieben wir das um eine Woche auf und widmen uns heute anderen Aufgaben im Garten. In unserer Kinderstube stehen überall Kisten auf dem Boden, bereit zum Keimen.

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Da sind Kidneybohnen, davor Trockenbohnen, daneben Zuckermais, Speisemais und Popcornmais, und ganz vorne entdecke ich Stangenbohnen und Buschbohnen. Die Buschbohnen keimen besonders fleißig. Wer eine dieser Sorten noch nicht im Garten hat, kann sie jetzt problemlos aussäen. Gerade weil der Mai bisher eher kühl war, haben wir die Bohnen vorgezogen und nicht direkt ins Freiland gesät.

Auf dem Pflanztisch ist es ebenfalls richtig üppig geworden. Der Batavia-Salat ist schön gekeimt, der Rosenkohl sieht prima aus, und daneben steht Brokkoli. Auch den kann man jetzt noch nachsäen. Es macht einfach Sinn, die Ernte versetzt anzulegen, dann hat man nicht nur einmal, sondern mehrmals im Jahr frisches Gemüse auf dem Teller.

Es gibt lila Rosenkohl, verschiedene Kräuter, Blumen und Bohnenkraut. Überall in der Kinderstube verteilt stehen Salate, Hülsenfrüchte und Kräuter. Vor einer Woche haben wir den Würing spät ausgesät – und jetzt zeigt sich das erste zarte Grün. Noch ist er winzig klein, steht hier draußen mit den anderen Babyschalen und darf weiter wachsen.

Was uns allerdings noch fehlt, ist Petersilie. Wir haben zwar schon eine Portion zusammen ausgesät, und die ist auch gut aufgelaufen, aber es reicht einfach nicht. Also greifen wir zu einer Multitopfplatte mit vielen kleinen Töpfchen. Bei der Direktsaat muss man ständig das Beikraut entfernen, das ist aufwendig.

Deshalb ziehen wir die Petersilie lieber vor. Wenn sie größer ist, wandert sie ins Beet. Ich nehme feine Aussaaterde, die darf ruhig gesiebt sein. Dann wird angegossen.

Bei dem Wetter stelle ich die Platte besser halbschattig auf die Nordseite, nicht in die pralle Sonne, und achte darauf, dass die Erde feucht bleibt. Die Saattiefe liegt bei etwa ein bis zwei Zentimetern. Ich raue die Erde mit dem Pikierstäbchen auf, verteile das Saatgut, drücke es an, gieße und beschrifte die Platte. So, die Petersilie ist ausgesät – ungefähr fünf bis zehn Samenkörner pro Töpfchen.

Jetzt geht’s in den Gemüsegarten, denn der Rosenkohl will gepflanzt werden. Unser Gemüsegarten füllt sich langsam. Die hinteren beiden Parzellen sind voll bepflanzt, da heißt es nur noch pflegen und darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu viel Konkurrenzdruck haben. In der dritten Parzelle sind wir jetzt aktiv.

Im März haben wir dort den frühen Kohl gepflanzt: Spitzkohl und Blumenkohl. Beim Blumenkohl schließen sich die Blätter schon, die Köpfe werden gebildet. Es dauert nicht mehr lange, dann können wir das heißgeliebte Gemüse wieder ernten. Im Gewächshaus ernten wir bereits fleißig, die draußen folgen danach.

So sichern wir uns eine nahezu durchgehende Versorgung mit unserem Lieblingsgemüse. Neben den anderen Kohlpflanzen sind auch schon weitere Blumenkohlpflanzen gesetzt, die später die nächste Ernte bringen sollen. Direkt daneben sehe ich viel Lila und Grün: das ist der Kohlrabi. Er wächst prächtig.

Weil es gerade so wenig regnet, platzt er auch nicht auf. Das mag er nämlich gar nicht – große Unterschiede zwischen heiß und kalt. Dieses Jahr ist er ein klarer Gewinner. Wir ernten ihn regelmäßig, roh oder mal eben eingelegt.

Davor stehen unsere Freilandtomaten. Tomaten und Kohl sind wunderbare Mischkulturpartner: Die Tomaten unterstützen den Kohl, damit Schädlinge nicht so leicht rankommen. Und die Flatterbänder daneben sollen die Tauben irritieren und ablenken, damit sie die jungen Kohlpflanzen nicht fressen. In dieser Parzelle haben wir also den frühen Kohl, daneben abwechselnd bunt den Kohlrabi, dann Rotkohl, wieder eine Reihe Blumenkohl, Freilandtomaten und noch zwei Beete mit je zwei freien Reihen.

Vor mir kommen zwei Reihen Brokkoli hinein und dahinter zwei Reihen Rosenkohl. Wir haben die Multitopfplatten und das Werkzeug dabei – los geht’s. Der Rosenkohl ist jetzt in der Erde. Wer ihn noch aussäen möchte, für den ist jetzt im Mai wirklich die allerletzte Gelegenheit.

Im Juni ist es zu spät. Beim Pflanzen musst du auf drei Dinge achten: Erstens braucht er einen vollsonnigen Standort, zweitens ist Rosenkohl ein Starkzehrer und braucht ordentlich Nährstoffe im Boden, und drittens braucht er viel Platz. Wir setzen die Pflanzen mit einem Abstand von siebzig Zentimetern – mindestens sechzig sollten es sein, damit er sich richtig entfalten kann. Der Brokkoli kommt daneben, das machen wir ohne Kamera.

Ihr seht das dann in einem der nächsten Videos. Weiter geht’s mit einem Blumen- und Kräuterbeet. Solche Beete haben wir immer wieder im Garten: Sie locken Bienen und Insekten an, aber auch die Schädlinge, die dann von unseren Gemüsepflanzen abgelenkt werden. Die Pflanzen sind schon vorgezogen und startklar.

Im hinteren Bereich hat sich die Cosmea von letztem Jahr selbst ausgesät – ein richtig üppiger Teppich aus Grün. Da werden wir ein bisschen auslichten und auf der einen Seite die Speisechrysantheme pflanzen. Das Beet vor mir machen wir erst einmal sauber, damit wir eine gute Grundlage haben. Dann pflanzen wir die orange Cosmea an den Rand, daneben die blaue Kornblume – Orange und Blau nebeneinander, das sieht toll aus.

Die Cosmea wird höher, die Kornblume bleibt etwas niedriger. Dazu kommt der Phlox, eine neue Sorte, auf die ich sehr gespannt bin. Und ganz vorne machen wir eine flachere Reihe für Thymian. Das Schöne am Vorziehen ist, dass wir die Pflanzen zu dem Zeitpunkt verteilen können, an dem sie bereit sind.

Wer selbst mehr essbare Blüten im Garten haben möchte, findet bei uns ein Set im Kiosk, das ist etwas günstiger als die Einzelteile. Wir legen jetzt los und bepflanzen das Beet. Ich freue mich schon darauf, wenn es wieder wächst und richtig bunt wird. Das erste Beet ist bestückt, die anderen folgen noch.

Ehrlich gesagt fällt es mir ein bisschen schwer, den Anblick zu ertragen, dass es jetzt so nackt aussieht. Ich neige dazu, alles vollzupflanzen. Aber mein Mann hält mich zurück. Es braucht einfach nur ein bisschen Geduld – und dann wird die Fläche schnell zur üppigen Blütenvielfalt.

Ich nehme die Blüten gerne zum Trocknen für Tee oder gebe sie direkt in den Salat. Sie schmecken alle unterschiedlich, das ist eine spannende Sache. Wir haben unser Sortiment bei den Kräutern und essbaren Blüten erweitert. Ich hoffe, das ist nicht zu aufdringlich, meine Eigenwerbung.

Aber ich bin sehr dankbar, wenn ihr mir eure Wertschätzung entgegenbringt, wenn ihr Saatgut braucht und im Kiosk vorbeischaut. Das können wir im Moment gut gebrauchen. Noch ein kleiner Tipp: Wir machen Gießränder um die Pflanzen – egal ob Kohl oder Kräuter. Wenn ich diese Kreise mit den Fingern forme, landet das Gießwasser direkt bei der Pflanze und tut ihr gut.

Und unsere Jungpflanzen gießen wir immer mit effektiven Mikroorganismen, dem Garten-Bodenaktivator. Ich hoffe, das Video hat euch Spaß gemacht. Über jeden Daumen nach oben freuen wir uns. Schreibt uns gerne eure Wünsche, wir teilen unser Wissen kostenfrei und werbefrei.

Macht eure Gärten schön bunt. Danke für eure Kommentare und Einkäufe – und bis zum nächsten Mal.