Ich dachte, ich kenne ihn. Den süßen Clown, der alle zum Lachen bringt. Aber dann wurde mir klar, dass er zwei Gesichter hat. Letzte Woche stand ich zitternd in einem Gerichtssaal in Oslo, und auf…

Ich dachte, ich kenne ihn. Den süßen Clown, der alle zum Lachen bringt. Aber dann wurde mir klar, dass er zwei Gesichter hat. Letzte Woche stand ich zitternd in einem Gerichtssaal in Oslo, und auf...

Das erste Mal fiel mir auf, dass Marius zwei Gesichter hatte. Da war der süße Clown, der viel herumalberte und wahnsinnig lustig sein konnte. Mein bester Freund, den ich über alles mochte. Und dann war da der andere Marius, mit dem ich nicht kommunizieren konnte, dessen Augen ganz schwarz wurden.

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Diese Worte stammen von einer Expartnerin von Marius Borg Høiby, dem Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit. Ein Mann, aufgewachsen im engsten Umfeld der Royals, ein bekanntes Gesicht mit einem scheinbar privilegierten Leben. Doch plötzlich steht er im Zentrum schwerer Vorwürfe. Mehrere Frauen melden sich, die Polizei ermittelt, und ein ganzes Land fragt sich: Wer ist Marius wirklich?

Am 13. Januar 1997 wurde er in Oslo geboren. Seine Mutter war damals eine junge Studentin, sein Vater Morten ein Mann aus gehobenen Kreisen, der als privilegierter Partygänger galt. Ein festes Paar waren sie nicht, es handelte sich wohl eher um eine Affäre.

Während Mette-Marit durch die Nächte von Oslo zog, zwischen Partys und wechselnden Bekanntschaften, geriet auch sie immer wieder mit Drogen in Kontakt. Sein Vater saß wegen Drogendelikten sogar im Gefängnis, als Marius zur Welt kam. Die Nachricht von der Geburt seines Sohnes erreichte ihn nicht persönlich, sondern telefonisch. Als Marius drei Jahre alt war, lernte seine Mutter den norwegischen Kronprinzen Haakon auf einem Musikfestival kennen.

Es soll sofort gefunkt haben. Sie hielten ihre Liebe zunächst geheim, doch dann ging alles schnell. Im Dezember 2000 stand der kleine Junge vor den Kameras der Presse, als die königlichen Weihnachtsfotos geschossen wurden. Kurz darauf machte Haakon Mette-Marit einen Antrag, und 2001 folgte die Hochzeit.

Mette-Marit wurde Kronprinzessin, und Marius wuchs plötzlich im Umfeld des Königshauses auf. Doch ganz dazugehören durfte er nie. Er bekam keinen Titel, keine feste Rolle. Bis ins Erwachsenenalter pendelte er zwischen dem Schloss der Kronprinzenfamilie und dem Zuhause seines Vaters.

Zu seinem Vater hatte er eine enge Beziehung, obwohl er seine Eltern nie zusammen erlebt hatte. Als seine Halbgeschwister Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus geboren wurden, wuchsen diese mit klaren Rollen und Titeln auf. Marius blieb mittendrin und doch außen vor. Je älter er wurde, desto größer wurde die Frage, die ihn nicht mehr losließ: Wer bin ich, und wo gehöre ich hin?

Er probierte vieles aus. Er besuchte ein Sportgymnasium, machte ein Praktikum in einem Luxusautohaus, studierte kurzzeitig Wirtschaft und Modedesign in den USA und gründete ein eigenes Label für Lederjacken. Es wirkte wie ein Versuch, sich eine eigene Identität zu schaffen, unabhängig vom Namen der Familie. 2018 zog er nach London und arbeitete als Redakteur für ein Luxus-Lifestyle-Magazin.

Doch auch dort holte ihn seine Herkunft ein. Er wurde als Prinz bezeichnet, obwohl ihm dieser Titel nie zustand, und dafür erntete er Kritik. 2019 kehrte er nach Norwegen zurück. Er arbeitete bei einem App-Unternehmen, später in der Marketingabteilung einer Immobilienfirma und schließlich als Motorradmechaniker.

Es war ein Leben, das wie eine ständige Suche wirkte, nichts schien von Dauer zu sein. In diesem Jahr starb Ari Behn, der Ex-Mann der norwegischen Prinzessin Märtha Louise. Ari hatte selbst nie wirklich zur königlichen Familie gehört und wusste, wie es sich anfühlt, zwischen den Welten zu leben. Für Marius war er ein Vertrauter, vielleicht der Einzige, der ihn wirklich verstand.

Auf der Beerdigung weinte Marius bittere Tränen. Die Suche, das Gefühl, nie anzukommen, der Druck der Öffentlichkeit, all das hinterließ Spuren. Immer wieder griff Marius zu Drogen. Schon 2017 fiel er auf einem Festival auf, als Polizisten Drogenkonsum vermuteten.

Eine Urinprobe bestätigte, dass er Kokain genommen hatte. Als Strafe musste er umgerechnet etwa 340 Euro zahlen. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein Muster: Drogen und Alkohol spielten immer wieder eine Rolle. Im Februar 2023 sorgte ein scheinbar harmloses Foto für Aufsehen.

Ein Spiegelselfie seiner damaligen Freundin Nora, einem norwegischen Model und Influencerin, zeigte sie neben einer Freundin. In ihrer Hand hielt sie ein kleines Tütchen mit weißem Pulver. Erneute Drogengerüchte machten die Runde. Am ersten Augustwochenende 2024 wurde dann ein weiterer Vorfall öffentlich.

Marius attackierte in Oslo eine junge Frau, seine damalige Freundin nach Nora, deren Name nicht öffentlich ist. Unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen verwüstete er ihre Wohnung, soll sich psychisch und körperlich an ihr vergangen haben. Der Frau gelang die Flucht, sie alarmierte die Polizei. Später wurde bei ihr eine Gehirnerschütterung diagnostiziert.

In der Wohnung entdeckten die Beamten ein Messer, das in einer Wand steckte. Die Polizei nahm Marius fest. Er verbrachte zwei Tage in Haft, verweigerte die Aussage und wurde wieder freigelassen. Danach zog er sich ausgerechnet in den Wohnsitz der Kronprinzenfamilie zurück.

Am 7. August äußerte sich sein Stiefvater, der Kronprinz, öffentlich. Er sagte sachlich: „Es ist eine ernste Angelegenheit, wenn die Polizei involviert ist, wie sie es ist. Es liegt uns am Herzen, dass alle Beteiligten gut versorgt sind, und dann müssen wir von Tag zu Tag schauen.

“ Er betonte, sich nicht in den Fall einmischen zu wollen. Am 14. August gab Marius ein öffentliches Statement ab: „Letztes Wochenende ist etwas passiert, was niemals hätte passieren dürfen. Ich habe in einer Wohnung im Alkohol- und Kokainrausch nach einem Streit Körperverletzungen begangen und Gegenstände zerstört.

Ich leide an mehreren psychischen Störungen, die dazu führen, dass ich während meiner gesamten Erziehung und meines Erwachsenenlebens mit Herausforderungen konfrontiert war. “ Ein Geständnis, zumindest in Teilen. Doch kurz darauf meldeten sich weitere Stimmen. Juliane Snekkestad, ein norwegisches Model, das von 2018 bis 2022 mit Marius zusammen war, erhob schwere Vorwürfe: „Auch wenn meine engsten Familienangehörigen und Freunde davon wussten, habe ich mich entschlossen, nicht länger zu schweigen.

Das muss jetzt gestoppt werden. Ich war früher psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt. Die psychische Gewalt war für mich am brutalsten. Selbst nach Jahren professioneller Hilfe kann ich nie wieder ganz derselbe Mensch sein.

Nur kurz darauf, am 15. August, meldete sich Nora, die Ex-Freundin, die man schon aus dem Selfie-Skandal kannte. Sie wurde zur polizeilichen Befragung vorgeladen und erhob ebenfalls schwere Vorwürfe: „Marius ist mir gegenüber körperlich geworden. Er hat mir mit der Faust ins Gesicht geschlagen, hat mich getreten, hat mich gewürgt und meine Wohnung zerstört.

“ Aber das Schlimmste sei der psychologische Teil gewesen, das Gebrüll, die Drohungen. Die Polizei ermittelte. Telefongespräche wurden ausgewertet, Frauen vernommen. Am 23.

August 2024 wurde auch wegen Bedrohung ermittelt. Zwei Tage später veröffentlichte die Bild am Sonntag ein Foto von Marius, das wie eine Inszenierung wirkte. Oberkörperfrei, Sonnenbrille, Champagnerflasche in der Hand, eine goldene Rolex am Handgelenk, Geldscheine im Hosenbund. Und eine Waffe.

Ein Bild, das provozierte und das Image des Königshauses beschädigte. Zudem wurde bekannt, dass Marius über einen Diplomatenpass verfügte, mit dem er Warteschlangen und Personenkontrollen an Flughäfen umgehen konnte. Er soll ihn auch für private Zwecke genutzt haben, um vor ausländischen Behörden zu entkommen, als er unter Drogeneinfluss stand. Anfang September eskalierte die Situation erneut.

Eine Exfreundin berichtete von einer Flut an Anrufen, so oft versuchte er, Kontakt aufzunehmen, bis sie ein Kontaktverbot bis März 2025 erwirkte. Am 13. September wurde Marius festgenommen, weil er dagegen verstoßen haben soll. Er bestritt den Vorwurf, verbrachte aber eine Nacht in Gewahrsam.

Am 24. Oktober äußerte sich König Harald bei einem traditionellen Dinner. Ohne Namen zu nennen, sprach er von Herausforderungen: „Wir sind eine Familie mit allen Freuden und Herausforderungen, die damit verbunden sein können. Wie wir alle wissen, versuchen wir sowohl in guten als auch in schwierigen Zeiten zusammenzuhalten.

“ Ruhige Worte, die jedoch zeigten, dass dieser Fall die obersten Ebenen erreicht hatte. Am 29. Oktober tauchte erneut ein provozierendes Foto auf. Marius stand in einem Supermarkt neben einem Zeitschriftenständer, auf dem sein eigenes Gesicht auf einem Magazin-Cover prangte.

In der einen Hand eine Packung Bier, in der anderen der ausgestreckte Mittelfinger. Ein Bild, das kaum respektloser sein konnte, gegenüber den Frauen, die von Gewalt berichteten. Am 31. Oktober verlor Marius seinen Führerschein.

Anfang November kamen Informationen ans Licht, die Fragen aufwarfen. Seine Familie soll eine halbe Stunde vorher von einer geplanten Festnahme erfahren haben. Es wurde berichtet, dass seine Mutter Mette-Marit das Haus ihres Sohnes geputzt und dabei möglicherweise Spuren verwischt haben könnte. Marius musste sein Handy als Beweismittel abgeben, doch es soll kaputt gewesen sein, und die SIM-Karte fehlte.

Marius bestätigte die Infos, sagte aber, seine Mutter habe nur aufgeräumt, weil es unordentlich gewesen sei. Wer seine SIM-Karte zerstört habe, wisse er nicht. Am 11. November berichtete seine Expartnerin Juliane, dass sie bereits im Januar 2023 eine SMS an Mette-Marit und den Kronprinzen geschickt hatte, um sie über die Misshandlungen zu informieren.

Konsequenzen seien jedoch nicht erkennbar gewesen. Am 15. November trat Nora in ihrem eigenen Podcast an die Öffentlichkeit. Sie beschrieb die toxische Beziehung: „Als ich ihn verließ, hatte ich solche Angst vor ihm.

“ Sie habe ihn trotz allem geliebt, egal wie oft er sie betrogen oder belogen habe, egal wie laut die Streitereien wurden. Sie und viele andere hätten versucht, ihn zu einem Entzug zu bringen. Am 18. November 2024 wurde Marius erneut festgenommen.

Diesmal ging es um ein weiteres Opfer, eine Frau, die er über Tinder kennengelernt hatte. Er soll sie nach zunächst einvernehmlichem Geschlechtsverkehr vergewaltigt haben, während sie schlief. Außerdem soll er etwa fünf Sekunden lang ihren nackten Unterleib gefilmt haben. Marius bestritt die Vorwürfe, doch auf seinem Handy wurde belastendes Videomaterial gefunden.

Er musste eine Woche in Untersuchungshaft bleiben. Am 27. November wurde er freigelassen, die Ermittlungen liefen weiter. Anfang Februar 2025 nahm der Fall eine unerwartete Wendung.

Linni Meister, ein Model und TV-Star, wurde von der Polizei vorgeladen. Sie und Marius kannten sich seit Jahren und waren befreundet. Zunächst sprach sie positiv über ihn. Doch dann legten die Ermittler ihr Beweismaterial vor: Videos, die darauf hindeuteten, dass auch sie möglicherweise Opfer eines Übergriffs geworden sein könnte, bereits im Jahr 2018.

Linni konnte sich nicht daran erinnern. Ihr Anwalt berichtete später: „Ich kann bestätigen, dass die Polizei Linni vergangene Woche zum Verhör geladen und ihr mitgeteilt hat, dass sie Opfer eines Angriffs geworden sei. Dies kam für sie überraschend, und sie war schockiert. “ Es könnte also noch weitere Betroffene geben, vielleicht sogar Personen, die sich gar nicht mehr erinnern können.

Am 3. Februar begann der Prozess. Marius war in insgesamt 38 Punkten angeklagt, darunter vier Vergewaltigungen, häusliche Gewalt und Körperverletzung. Er bekannte sich sechsmal schuldig, siebenmal nicht schuldig und viermal teilweise schuldig.

Das Medieninteresse war enorm. Kurz vor Prozessbeginn sorgte zudem ein Bericht über engen E-Mail-Kontakt zwischen seiner Mutter Mette-Marit und niemand geringerem als Jeffrey Epstein für Aufsehen. Epstein, ein sehr wohlhabender US-Amerikaner, dem vorgeworfen wurde, über Jahre junge Frauen sexuell missbraucht zu haben, war 2019 vor Prozessbeginn in seiner Gefängniszelle gestorben. Plötzlich richtete sich der Blick nicht mehr nur auf Marius, sondern auch auf seine Mutter und die gesamte Königsfamilie.

Marius‘ Anwalt beschrieb die Situation als sehr belastend: „Die Presse verfolgte ihn überall hin, bis in die Anwaltskanzlei. Nicht nur, weil er dadurch stärker in den Fokus rückt, sondern auch, weil er so sehr an seiner Familie hängt und es ihn belastet, was diese erleiden musste. “ Die Staatsanwaltschaft betonte, dass seine Zugehörigkeit zur königlichen Familie keinen Einfluss auf die Anklage haben dürfe. Eine Königshausexpertin bestätigte nach Beobachtung des Prozesses: „Er wurde wie jeder Angeklagte in Norwegen behandelt.

Ihm wurden schwierige Fragen gestellt, und er wurde nicht aus der Untersuchungshaft entlassen, obwohl er darum gebeten hatte. “

Im Prozess ging es um private Details seines Sexuallebens und seiner Gesundheit. Eine der ersten Frauen berichtete von einer Nacht im Dezember 2018. Marius soll sie nach einem Partyabend mit in die Residenz des Kronprinzenpaares genommen haben.

Irgendwann nachts folgte er ihr auf die Toilette. Sie erzählte: „Wir hatten einige Sekunden lang Sex, aber dann habe ich abgebrochen. “ An alles, was danach passierte, erinnere sie sich nicht mehr. Nur Leere.

Die Staatsanwaltschaft zeigte ein Video aus dieser Nacht, das das mutmaßliche Opfer zeigte, wie Marius sie in ihrem Intimbereich berührte. Der Staatsanwalt sagte, das Opfer habe zum Zeitpunkt des Vorfalls geschlafen. Die Betroffene sagte vor Gericht: „Ich sitze hier und zittere. Ich finde das alles ziemlich surreal und bin ziemlich überfordert.

Am 10. Februar sagte das ehemalige Tinder-Match aus. Marius bestritt die Vergewaltigung. Seine Verteidigung argumentierte, dass das Opfer die Situation in einer früheren polizeilichen Befragung nicht selbst als Übergriff eingeschätzt habe, sondern erst durch das Gespräch mit der ermittelnden Person.

Die Staatsanwaltschaft zeichnete ein anderes Bild: „Wir haben einen Mann erlebt, der sich nimmt, was er will, und nicht unbedingt darauf bedacht ist, bei einer Afterparty bei dem Mädchen, das auf seinem Schoß sitzt, nachzufragen, ob es ihr recht ist, wenn er sie berührt. “

Im Prozess ging es auch um seine Exfreundin Nora. Bekannte beschrieben die Beziehung als von Konflikten, Streit, Eifersucht und Eskalationen dominiert. Eine Freundin von Nora sagte: „Er hatte eine explosive Wut.

Er war dann wie ein wütendes Kind. “ Eine andere Freundin beschrieb ihn als roboterähnlich, man habe ihn nicht erreichen können. Sie gab an, schon blaue Flecken an Noras Handgelenken gesehen zu haben. Noras Anwältin konfrontierte Marius mit einer SMS, die er geschrieben haben soll: „Halt die Fresse, du verdammte … Es ist aus.

Satan, du bist so dumm. “

Ein Zeuge schilderte eine Situation auf einem Festival: „Ich hörte von draußen einen dumpfen Schlag. Dann öffnete ich die Tür und sehe Marius stehen, der Nora gegen die Wand drückt. “ Immer wieder ging es um Kontrolle, Wut und völligen Verlust der Beherrschung.

Der Staatsanwalt fragte Marius direkt: „Haben Sie ein Problem mit Wut? “ Marius antwortete: „Ja. “ Auf die Frage, wie lange schon, sagte er: „Seit ich klein bin. “ Auf die Frage, ob er oft untreu gewesen sei, antwortete er: „Ja, das kann man so sagen.

“ Gleichzeitig soll er ein großes Problem damit gehabt haben, wenn Nora mit anderen Männern flirtete. Er erzählte auch von Anniken Jørgensen, einem norwegischen TV-Star und Bekannten von Nora. „Anniken fragte mich kurz vor dem 17. Mai: ‚Du, mein Blog läuft schlecht.

Können wir uns schnell zusammen tun und dann am 17. Mai als Pärchen auf dem Balkon stehen und winken? ‘ Sie hat mich echt ausgenutzt. Sie wusste, dass ich in sie verliebt war.

Marius gab auch seinem Vater eine Teilschuld. Er sagte, sein Vater sei im Gefängnis gewesen und deshalb wäre er so geworden. Fast sieben Wochen wurde in Oslo verhandelt. Am Ende forderte die Staatsanwaltschaft sieben Jahre und sieben Monate Haft.

Die Verteidigung plädierte im Fall der Vergewaltigungsvorwürfe auf Freispruch, es gebe keine ausreichenden Beweise. Marius selbst sagte vor Gericht: „Manchmal waren die Frauen müde, und dann haben sie gesagt, dass ich einfach weitermachen kann. Manchmal habe ich auch nicht gemerkt, dass sie eingeschlafen sind. Aber es gab da diese Absprache.

Marius selbst spürte die Folgen längst. „Ich habe alle Freunde verloren. Niemand will mehr Kontakt mit mir haben. Ich bin nicht mehr Marius.

Ich bin ein Monster. Jeden Tag in der Zeitung zu sein, das ganze Jahr, das macht etwas mit einem Menschen. Man weiß nicht mehr, wer man ist. “ Auch die Königsfamilie stand unter enormem Druck, mit drei Krisen gleichzeitig: dem Prozess, dem Epstein-Skandal und den Fragen der Öffentlichkeit.

Das endgültige Urteil wird für Anfang Juni 2026 erwartet. Doch egal wie das Verfahren ausgeht, die Erlebnisse, von denen die Frauen berichten, bleiben Teil ihrer Realität.