Ein Klopfen an meiner Tür um sieben Uhr morgens hatte ich nicht erwartet. Als ich öffnete, stand Lena Hoffmann aus Wohnung 3b vor mir. Ihre Augen waren rot und geschwollen, sie trug noch dieselben Kleider wie am Tag zuvor. Die Beerdigung ihres Mannes hatte gestern stattgefunden.

Ich kannte sie kaum. In den zwei Jahren, die ich in diesem Apartmentgebäude in Hamburg wohnte, hatten wir uns vielleicht ein Dutzend Mal höflich im Flur gegrüßt. Sie war immer mit Markus gesehen worden, einem großen Mann mit unbeschwertem Lächeln, der in der IT arbeitete. Sie wirkten wie ein Paar, das einen an die Liebe glauben lässt.
Dann, vor drei Wochen, hörte ich den Krankenwagen. Herzinfarkt, sagte mir der Hausmeister später. Er war erst vierunddreißig.
„Es tut mir leid


