Wir stehen mitten in der Erntezeit, und eigentlich sollte der Tag entspannt werden. Ich wollte nur kurz nach den Jungpflanzen sehen, als ich den Korb mit dem Knoblauch in die Hand nahm. Einige von euch hatten geschrieben, dass sie den Knoblauch verpasst haben – ausverkauft. Ja, und nein.

Zwei Sorten sind gerade vergriffen, aber in ein oder zwei Wochen werden die Regale wieder gefüllt. Ich habe ihn hier in der Hand, und ich weiß schon jetzt, dass ich bald wieder nachbestellen muss. Im Kiosk liegt seit ein paar Wochen unser BIOS-Saatkalender für das nächste Jahr. Ich bin total glücklich damit.
Es war wieder eine spannende, schöne Geschichte, und er ist sogar besser geworden als in den Jahren davor. Und wer sparen will, kann das auch: Ab 70 Euro innerhalb Deutschlands ist der Versand kostenlos. Aber wir haben nicht nur den Kalender im Kiosk. Es gibt auch den Adventskalender.
Eine schön handgefertigte Box, bei der man sich jeden Tag überraschen lassen kann. Und für alle, die sparsamer sind, haben wir ein günstigeres Nachfüllset, das man entweder in die schöne Box füllen oder an die Wäscheleine hängen kann. Da ist eine tolle Zusammenstellung an Sorten drin, auch ein paar Highlights sind dabei. Schaut einfach mal rein.
Wer informiert bleiben will, kann sich kostenlos in unseren Newsletter eintragen. Das Abmelden geht genauso einfach. Ihr bekommt auf jeden Fall Bescheid, sobald der Knoblauch wieder da ist, alle Sorten wieder im Shop sind. Wir verschicken regelmäßig Tipps und Tricks passend zur Jahreszeit, ab und zu gibt es auch kostenlose PDFs oder kleine Überraschungen.
Dann zu den Mädels: unseren Pferden. Sie haben eine Erweiterung ihres Paddocks bekommen. Wir haben den Auslauf vergrößert. Am Anfang wirkte der Boden sehr tief, aber das war nur frisch aufgefüllt und aufgelockert.
Wir haben ihn wieder plattgewalzt, damit er sich schnell setzt, denn zu tiefer Boden ist auf Dauer nicht gut für die Gelenke und die Beine. Das ist uns wichtig. Dieser Paddock bedeutet für die Mädels mehr Platz, besonders wenn die Weidezeit kürzer wird. Im Winter ist die Weide bei uns komplett geschlossen, also brauchen sie Raum zum Austoben, Rennen und Schlafen.
Gleichzeitig haben wir das Ganze so abgezäunt, dass wir den Bereich auch zum Arbeiten nutzen können. Die beiden sollen vor der Kutsche laufen lernen – als Arbeitspferde. Mit dem Zug dahinter gibt es einiges zu üben: Die Ketten am Zug müssen sauber unten laufen, nichts darf an den Beinen rumbaumeln, und wir müssen sie an all das gewöhnen. Es ist großartig, dass sie so entspannt sind.
Für uns bedeutet das: Die Achse, also das eine Pferd, kommt jetzt zum Einsatz, und wir bauen sie um, weil wir noch eine Runde drehen wollen und noch einiges zu ernten ist. Ich bin euch dankbar für die Kommentare unter der letzten Hofgeschichte. Ihr habt viel Erfahrung mit Pferden, und manchmal ist man selbst ein bisschen blind. Natürlich bringen wir die Pferde auf die Wiese, drehen sie um und lassen sie dann erst los.
Sonst ist es gefährlich, wie man im Video sieht. Also immer erst das Pferd auf die Wiese bringen und dann den Halfter abnehmen. Die Mädels haben hier normalerweise keinen Strick um, eigentlich gar keinen. Das war nur für die ersten ein, zwei Tage, aus Sicherheitsgründen, damit wir schnell eingreifen können.
Ihr kennt das ja. Die erste Nacht haben sie sogar im Stall geschlafen, ganz entspannt. Sie haben eine aufregende Geschichte hinter sich, und ich bin sehr dankbar, dass die Schätze jetzt hier sind. Miria und Lotti haben jetzt einen weiteren Teamplayer, und das ist die Achse.
Sie bleibt schön stehen, und Miria auch. Jetzt sind wir fertig hier, die Tür ist offen, und ihr wisst schon, wo es hingeht. Die Mädels sind jetzt auf der Weide und genießen stundenlang das Gras und die Sonne. Das ist gut für sie.
Gleichzeitig üben wir das An- und Abschirren, das Arbeiten mit dem Geschirr, alles Schritt für Schritt, ruhig und entspannt. Es geht darum, dem Pferd beizubringen, keine Angst zu haben, wenn etwas zwischen den Beinen hängt. Und natürlich gehört auch ein Regenschirm dazu, den wir langsam einführen. Wir haben uns verschiedene Arbeitsgeschirre angesehen – das ist regional unterschiedlich, je nachdem, wo man lebt – und uns für das Kumt entschieden, das sich für die Zugarbeit gut eignet.
Ich denke, damit machen wir auch langfristig bei der Kutsche eine gute Figur. Aber die Mädels sind dieses Jahr noch nicht einsatzbereit. Deshalb muss die Achse allein ran, und wir bauen sie gerade um. Wir sind jetzt am hinteren Ende unseres Feldgartens mit der Achse und dem Anhänger.
Das Wetter spielt mit, also ist jetzt die richtige Zeit zum Ernten. Das Grün der Kürbispflanzen ist zurückgegangen, und überall liegen orangerote Kugeln bereit. Nicht nur Butternut und Muscat de Provence – die Kürbisse aus unserem Sortiment sind überall zu finden. Ich freue mich riesig.
Wir haben die Schere dabei und sind hochmotiviert, den Anhänger mit lauter tollen Kürbissen zu füllen. Und da liegen sie: ein ganzer Anhänger voller Kürbisse in allen Farben und Formen. Es ist eine echte Freude, sie zu ernten, und es macht einfach glücklich, die Vielfalt einzubringen. Jetzt fahren wir sie in die Scheune, dort bleiben sie bis Oktober trocken.
Danach ziehen wir sie um, denn für die Lagerung ist es wichtig, sie eher wärmer zu lagern – zwischen 15 und 20 Grad, vielleicht im Flur. Wenn es zu kalt wird, können sie anfangen zu faulen. Man sollte sie einfach ab und zu durchsehen, das ist nichts Neues, egal ob eingelegt oder gelagert. Als Tipp: Den letzten Muscat de Provence, den hier, habe ich im Sommer verarbeitet, und er hat sich sehr lange gehalten.
Die anderen wurden vorher gegessen. Was ist euer liebstes Kürbisrezept? Schreibt es mir in die Kommentare. Wir essen gerne Kürbissuppe mit Kartoffeln – und die Kartoffelernte steht auch bald an.
Da ist er, der rote Roder: der Kartoffelroder, ein Lanz, Modell LK20. Der lief vor zwei Jahren von einem Traktor – nein, hinter einem Traktor her, besser gesagt. Er stammt aus einer Zeit, in der Menschen mit Pferden gearbeitet haben. Unser Ziel ist, ihn dieses Jahr etwas zu pflegen, zu ölen und zu fetten, aber auch schon auszuprobieren, weil wir eine lange Reihe Kartoffeln haben.
Die Idee ist, dass er später als eine Art Hybrid genutzt werden kann: erst hinter der Achse, später auch hinter den beiden Mädels. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Wenn ihr das im Video sehen wollt, gebt uns einen Daumen hoch unter diesem Video. Wenn genug zusammenkommen, nehmen wir die Kamera mit.
Für uns wird das auch eine spannende Geschichte, mal sehen, wie es klappt. Jetzt schauen wir in den großen Gemüsegarten. Einiges hat funktioniert, anderes nicht. Hier ist unser Experiment mit den Kartoffelbehältern.
Die Kartoffeln sind noch drin, und bisher ist nichts gekeimt. Das war eine Sorge, die verständlicherweise aufkam. Unser Plan ist, die Kartoffeln im Dezember zu ernten; die anderen haben wir schon im Oktober aus der Erde geholt und eingelagert. Aber schaut euch das an: Die Kartoffelbehälter sind voller Salat.
Eine wahre Salzkollektion, so wunderbar. Wir können hier jeden Tag ernten, so vital und knackig. Der Batavia ist ein Traum, aber auch die anderen Herbstsalate sind eine Freude. Es macht mich wirklich glücklich, in den Garten zu gehen und eine solche Salatauswahl direkt vom Haus zu haben.
Es gibt aber auch Dinge, die nicht so gut geklappt haben. Schaut euch das an: Chinakohl, den wir zusammen gepflanzt haben. Da sind viele Löcher, das ist Schneckenfraß. Wir sammeln viele Schnecken, aber hier haben sie sich richtig satt gefressen.
Man sieht auch die Kohlblüten, die ins Schossen gehen. Nur einer ist bisher aufgeblüht, aber man kann ahnen, dass andere folgen werden. Ein paar Köpfe bilden sich, aber einige werden noch schießen. Warum?
Der September war schön warm, besonders am Anfang, aber einfach zu warm für den Chinakohl. Das ist der Grund, warum er jetzt schießt. Ein paar werden noch was, ich bin also ganz zufrieden. Noch etwas ist nicht so gut gelaufen.
Hier gibt es zwei Reihen Herbstsalate, Radicchio, und auch hier ist der eine oder andere geschossen. Einer ist schon abgeschossen, daneben beginnt einer auch schon. Insgesamt sieht es noch ganz gut aus, abgesehen von den Lücken. Schaut genau hin: An dieser Stelle fehlt fast die halbe Reihe.
Jemand kommt von unten aus dem Boden und knabbert an der Wurzel, dann stirbt die Pflanze. Von oben frisst er nicht die ganze Pflanze, sondern die Wurzel entlang – das ist die Wühlmaus. Das ist wirklich ein Problem hier. Ich hoffe, dass sie satt genug ist und uns in Ruhe lässt.
Aber es ist eine echte Herausforderung. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Habt ihr auch Wühlmäuse? Schreibt es mir gerne.
Nach dem warmen Wetter war der Salat etwas teuer, aber es gibt so viel Gemüse im Garten. Die Tomaten im Gewächshaus und auch im Freiland mögen es warm. Und da ist eine Pflanze, die das wirklich genießt: Spitzpaprika im Freiland. Sie sind richtig gut gewachsen, und vor allem sind sie rot – der Großteil jedenfalls.
Das bedeutet, sie sind reif. Normalerweise werden Paprika von Grün zu ihrer Farbe: Grün zu Orange, Grün zu Gelb oder Grün zu Rot. Jetzt sind sie bereit zur Ernte. Im frühen Norden, sozusagen, haben wir wunderschöne reife Paprika in einem Jahr, das eher kühl begonnen hat.
Ich bin begeistert und wirklich glücklich, dass es so gut geklappt hat. Mal sehen, wie sie nächstes Jahr im Freiland abschneiden. Und dann gibt es noch etwas im Garten, über den ganzen Hof verteilt, das ich wirklich schön finde: die Farbtupfer. Nicht nur für die Nützlinge, für die Mischkulturen und die Insekten, sondern auch für unsere Seele.
Wenn ich durch den Garten laufe und im Abendlicht, im späten Sommerlicht, all diese Farben sehe – Gelb, Orange, Rot, Rosa, Lila – das ist eine so schöne Ergänzung. Es tut so gut, diese Farbtupfer im Garten zu haben. Wenn ihr mehr Blumen, mehr essbare Blumen in euren Garten bringen wollt, haben wir ein ganzes Video gemacht, das oben verlinkt ist. Schaut gern rein.
Und wenn das eines der ersten Videos ist, das ihr bei uns gesehen habt: Willkommen! Vielleicht wollt ihr wissen, was hier auf dem Hof so los ist. Wir haben eine ganze Playlist mit vielen Videos, die unten verlinkt ist. Der Bund ist schon wieder für die nächste Saison am Planen.
Schaut euch gern den Blogbeitrag an, und wenn ihr noch Saatgut braucht, bio und samenfest, findet ihr das in unserem Garten-Gemüsekiosk. Bis zum nächsten Mal, eure Jean.


