„Heute backen wir keine Kekse, keine Eiscreme – heute kochen wir uns eine Suppe. “
Ich stand in unserer Hofküche, vor mir ein Hokkaido-Kürbis, und wusste: Kürbissuppe haben schon alle gekocht, in allen Variationen. Aber diese hier ist anders. Sie schmeckt besonders, weil das Rezept besonders ist – denn wir brauchen dafür nicht nur einen Topf, sondern auch den Ofen.

Zuerst sammelte ich das Gemüse aus dem Garten: Sellerie, Karotten, Zwiebeln, Wurzelpetersilie, Lauch und Kartoffeln. Alles wurde gewaschen und zurechtgelegt. Die Suppe besteht aus drei Teilen: einer Brühe, dem Ofen-Kürbis und den Gewürzen. Für die Brühe schnitt ich das Gemüse in Stücke – Sellerie halbieren, Karotten, Zwiebeln, Wurzelpetersilie.
Wer keine Zeit hat, nimmt einfach eine fertare Brühe, kein Problem. Die Kartoffeln schälte ich und schnitt sie in gleichgleich große Stücke, denn die Größe bestimt die Garzeit. Da ich die Suppe am Ende pürieren will, müssen die Stücke nicht bissfest sein – nur gleichmäßig. Dann kam der Kürbis.
Ich fettete das Blech ein, legte die Kürbisspalten darauf, verteilte Zwiebeln und Knoblauch dazwischen, bestreute alles mit Salz und Thymian, beträufelte es mit Öl – und schob es bei 180 Grad Umluft in den Ofen. Zwanzig bis dreißig Minuten, bis der Kürbis weich ist und eine leichte Röstnote bekommt. Während der Kürbis röstete, schnitt ich die Zwiebeln und versuchte, nicht zu weinen. Dann schwitzte ich alles im Topf an – Zwiebeln, Sellerie, Lauch, Karotten, Wurzelpetersilie – bei voller Hitze, mit ständigem Rühren.
Danach kamen die Kartoffeln dazu, kurz mitgeschwitzt, dann Wasser aufgegossen und alles zum Kochen gebracht. Nach etwa zwanzig Minuten war das Gemü gar. Der Kürbis aus dem Ofen roch so gut, dass man ihn direkt hätte naschen können. Und jetzt kam der Trick: Ich gab den Ofen-Kürbis in den Topf.
Durch das Rösten wird der Kürbis nicht mehr so sü – er bekommt ein wunderbares Aroma. Wer Kürbissuppe zu sü findet, sollte das unbedingt ausprobieren. In unserem Haushalt gibt es zwei Varianten: einige mögen die Suppe mit Stücken, andere lieber als cremige Suppe. Ich püriere einfach einen Teil mit meinem Mixer, den ich schon seit Jahren habe – er kann auch heiße Sachen verarbeiten.
Dann lasse ich die Suppe noch etwas ziehen. Zum Schluss habe ich beide Varianten angerichtet, mit frisch geschnittenter Petersilie und Kürbiskernöl – das passt zu Kürbissuppe einfach immer. Es duftete nach Herbst, nach Ofen und nach Gemüse aus dem eigenen Garten. Wir haben uns direkt reingesetzt und genossen.
Wer das Rezept schriftlich haben möchte, findet den Link unter dem Video auf dem Blog. Und wenn euch das Video gefallen hat, schreibt mir gern in die Kommentare, wie ihr die Suppe gekocht habt und welche Variante ihr gemacht habt. Wir haben eine ganze Playlist mit all unseren Rezepten – schaut gern rein.
Bis zum nächsten Mal, eure J.


