Ich stand am Ufer des Sees und wartete auf die Kinder für den Schwimmunterricht, aber der Bademeisterstuhl war leer. Mollys Handtuch lag noch darüber, ihre Sandalen standen davor, das Funkgerät…

Ich stand am Ufer des Sees und wartete auf die Kinder für den Schwimmunterricht, aber der Bademeisterstuhl war leer. Mollys Handtuch lag noch darüber, ihre Sandalen standen davor, das Funkgerät...

Die 16-jährige Molly Bish hat sich auf ihren Ferienjob als Bademeisterin am Commons Pond in Warren, Massachusetts, gefreut. Es ist der 27. Juni 2000, ein warmer Sommertag, und vor ihr liegen die Sommerferien. Sie liebt Sport, ist gerne unter Menschen und hat ein großes Herz für Kinder.

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Ihr Bruder John hat sie in den ersten sechs Tagen eingearbeitet, heute ist erst ihr zweiter Tag, an dem sie ganz allein am See arbeiten soll. Am Morgen bringt ihre Mutter Magdaline sie zum See. Sie sind etwas spät dran, kaufen unterwegs noch eine Flasche Wasser für Molly. Auf dem Parkplatz ist es fast leer, nur ein Truck ist da, der Sand abladen soll.

Magdaline ist erleichtert, denn am Tag zuvor hatte sie auf dem Parkplatz einen weißen Wagen bemerkt, und der Fahrer hatte Molly auf eine unang genehme Weise angestarrt. Sie hatte zwanzig Minuten gewartet, bis der Mann endlich weggefahren war. Heute ist von ihm nichts zu sehen. Gegen 10 Uhr verabschiedet sich Magdaline von ihrer Tochter.

Molly springt aus dem Auto, sagt, dass sie ihre Mutter lieb hat, und läuft zum Seeufer. Magdaline schaut ihr noch kurz nach, dann fährt sie nach Hause. Etwa zwanzig Minuten später kommt Sandra Woodworth mit ihren Kindern an den See. Sie kennt Molly und wundert sich, dass der Bademeisterstuhl leer ist.

Mollys Handtuch liegt darüber, ihre Wasserflasche, ihre Sandalen und ihr Rucksack stehen daneben. Die Erste-Hilfe-Tasche ist geöffnet, sogar ihr Funkgerät liegt noch da. Von Molly selbst fehlt jede Spur. Normalerweise meldet sich Molly jeden Morgen über das Funkgerät bei der Polizei.

Das ist heute nicht passiert. Nach und nach treffen die Kinder für den Schwimmunterricht ein, aber Molly taucht nicht auf. Sandra übernimmt kurzerhand die Schwimmstunde. Als Molly auch danach nicht auftaucht, alarmiert sie Mollys Chef Ed Fett.

Der kommt gegen 11 Uhr zum See und findet Mollys Sachen genauso vor wie Sandra. Um 11:44 Uhr verständigt er über das Funkgerät die Polizei und meldet eine verschwundene Person. Die Polizei geht zunächst von einem Badeunfall aus. Die Feuerwehr sucht den See ab, aber Mollys Familie besteht darauf, die Suche im Wasser abzubrechen.

Molly sei eine gute Schwimmerin, sie könne nicht einfach ertrunken sein. Die Familie behält recht, doch während die Einsatzkräfte im Wasser suchen, vergeht wertvolle Zeit. Niemand weiß in diesem Moment, dass der Commons Pond ein Tatort ist. Menschen laufen am Ufer herum, schwimmen weiter, räumen Sachen hin und her.

Mögliche Beweise könnten dabei unbemerkt beseitigt worden sein. Eine weitere Theorie der Polizei ist, dass Molly ihren Job einfach hat sausen lassen, vielleicht um ihre Freundin zu besuchen, die am Abend zuvor einen Autounfall hatte. Doch auch das hält die Familie für ausgeschlossen. Molly war hochmotiviert und hätte ihre Schicht niemals freiwillig verlassen.

Erst am Nachmittag überzeugt die Familie die Polizei, dass etwas Schlimmeres passiert sein muss. Eine große Suchaktion beginnt, doch niemand findet eine Spur. Mollys Mutter erzählt von ihrer Beobachtung vom Vortag, von dem Mann im weißen Auto, der Molly so unangenehm angestarrt hatte. Auch andere Zeugen berichten von einem weißen Wagen in der Nähe des Sees.

Magdaline kann den Fahrer so genau beschreiben, dass ein Phantombild erstellt wird. Ein Zeuge will das weiße Auto am Morgen von Mollys Verschwinden an einem kleinen Friedhof gesehen haben, der über einen Trampelpfad direkt mit dem Badeabschnitt verbunden ist. Spürhunde nehmen Mollys Fährte auf und gehen den Pfad in Richtung Friedhof hoch. Dort reißt die Spur ab.

An ein paar Stellen sieht es aus, als habe es eine Auseinandersetzung gegeben. In der Böschung findet man Reifenspuren abseits der normalen Wege. Die Polizei überprüft etwa 125 weiße Autos, doch das bringt keine Ergebnisse. Dann schaut man sich Mollys engsten Kreis an.

Ihr Freund Steven Lucas ist sehr ruhig und in sich gekehrt, ganz anders als die energiegeladene Molly. Auffällig ist, dass Steven nicht an der Suchaktion teilnimmt. Bei seiner Befragung fällt den Ermittlern auf, dass er eine blutige Kruste an der Lippe hat und sein Augenbrauen-Piercing fehlt. Steven sagt, er sei morgens verschlafen gegen eine Zimmertür gelaufen.

Seinen Freunden hat er von einem Lippenherpes erzählt. Die Polizei registriert den Widerspruch, doch Steven besteht einen Lügendetektortest. Als er von Mollys Verschwinden erfahren hat, ist er sofort zu ihren Eltern gefahren, was aufrichtig wirkt. Insgesamt müssen 13 Personen einen Lügendetektortest machen, sieben fallen durch.

Doch keiner davon führt zu einer Verhaftung. Jahre vergehen, bis es eine neue Spur gibt. 2003 findet jemand in einem dichten Waldgebiet, ein paar Meilen vom Badesee entfernt, die Überreste eines blauen Badeanzugs. Die Gegend wird gründlich abgesucht.

Man findet ein Stirnband im Fluss, Molly hat fast immer eines getragen. Am 3. Juni 2003 gibt es den entscheidenden Fund: einen menschlichen Oberarmknochen. In den Tagen darauf findet man weitere Knochen und Zähne.

Ein Profiler hält es für möglich, dass der Fundort zugleich der Tatort war, denn die Stelle liegt auf einer Anhöhe, von der aus der Täter herannahende Personen frühzeitig sehen konnte. Am 9. Juni wird offiziell bestätigt, dass es sich um die Überreste von Molly Bish handelt. Es sind nur Knochen, insgesamt 26, die in einen Babysack passen.

Mollys Mutter sagt später: „Sie kam Knochen für Knochen nach Hause zurück. Zuerst ihr Schienbein, dann ihr Schädel. “ Am 2. August 2003 wird Molly beigesetzt.

Es wäre ihr 20. Geburtstag gewesen. Die Familie will nicht glauben, dass jemand aus Warren etwas mit dem Verschwinden zu tun hat. Doch die Polizei ist überzeugt, dass der Täter sich im Waldgebiet gut ausgekannt haben muss.

Es gibt mehrere Verdächtige, auch wenn nie jemand angeklagt wurde. Als erster gerät ein Mann namens Oscar Bagen in den Fokus. Er ist damals 52, hat eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Phantombild und soll Molly flüchtig gekannt haben. Er ist vorbestraft wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Körperverletzung an einem Kind.

Doch Mollys Mutter bezweifelt, dass er der Täter ist. Sie hat den Mann im weißen Auto zwanzig Minuten lang beobachtet und glaubt nicht, dass es Oscar war. Seine Haare hätten ganz anders ausgesehen. 2005 wird ein Mann namens John Reagan in New York wegen einer versuchten Entführung verhaftet.

Er soll jährlich beruflich nach Massachusetts gereist sein, nicht weit von Warren entfernt. Doch bei einer Überprüfung stellt sich heraus, dass er Ende Juni 2000 gar nicht in Massachusetts war. Er scheidet aus. 2008 ermordet Rodney Stanger seine langjährige Freundin Crystal Morrison.

Nur eine Woche vor ihrem Tod soll Crystal ihrer Schwester Bonnie erzählt haben, dass Rodney in zwei Kriminalfälle verwickelt sei: den Mord an der 10-jährigen Holly Piran aus dem Jahr 1993 und den Mord an Molly Bish. Eine Woche später ist Crystal tot. Rodney kommt aus Warren, war Jäger und Fischer, genau in dem Teil des Waldes hat er gejagt, in dem Mollys Überreste gefunden wurden. Er wurde mehrfach beim Fischen am Commons Pond gesehen.

Molly musste für ihren Job jeden Samstag Bademeisterkurse bei der örtlichen YMCA machen, und Rodney lebte ausgerechnet in derselben Straße. 2001, ein Jahr nach Mollys Verschwinden, zog er nach Florida. In seinem Trailer findet man mehrere Haaraccessoires für jüngere Mädchen, die vermutlich nicht Crystal gehörten. Die DNA-Tests ergeben jedoch kein brauchbares Profil.

Die Indizien reichen nicht für eine Anklage. Die Fälle von Molly und Holly werden durch die Aussage von Crystals Schwester in Verbindung gebracht. Holly Piran verschwand am 5. August 1993, sie war ebenfalls 10 Jahre alt, als sie entführt wurde.

Die Auffindeorte der beiden Mädchen liegen nur wenige Autominuten voneinander entfernt. Zwei Ermittler halten es für wahrscheinlich, dass Mollys Entführung nicht das erste Verbrechen des Täters war. Dafür gibt es zu wenige Spuren, und es dauerte drei Jahre, bis man Mollys Überreste fand. Das spricht für jemanden mit Erfahrung.

Auch Robert Arms wird in beiden Fällen als Person von Interesse geführt. Er wohnte zur Zeit von Hollys Verschwinden in der Gegend, kannte sich gut aus und entsorgte kurz nach ihrem Verschwinden seine Wanderstiefel und sein Auto. Er beteiligte sich an der Suche und sagte ein Jahr später in den Medien, er wisse, dass er als Verdächtiger gelte, habe aber nichts zu verbergen. Im Fall Molly wird er nur geführt, weil er in der Nähe wohnte und dem Phantombild entfernt ähnelt.

Besonders berührend ist, dass Molly als 10-jähriges Mädchen einen Brief an die Familie von Holly Piran geschrieben hat. Darin steht: „Es tut mir sehr leid. Ich wünschte, ich könnte das für sie wieder gut machen. Holly ist ein richtig hübsches Mädchen.

Sie ist fast so groß wie ich. Ich wünschte, ich würde Holly kennen. Ich hoffe, sie wurde gefunden. “ Nur sieben Jahre später erleidet Molly ein ähnliches Schicksal.

Im Juni 2021 wird ein neuer Name bekannt gegeben: Frank Samner. Er war bereits wegen verschiedener Sexualdelikte und Entführung vorbestraft, ist aber bereits 2016 verstorben. Die Bezirksstaatsanwaltschaft nennt eine Verbindung: Mollys Vater arbeitete als Bewährungshelfer, und Frank war im Jahr 2000 auf Bewährung. Die Geschädigte seiner damaligen Tat sei 16 Jahre alt gewesen, so der Staatsanwalt.

Doch das stimmt nicht ganz: Die Geschädigte war 21, und Frank kannte sie, er hatte sie als Reinigungskraft eingestellt. Gegen Frank wurde bereits 2003 ermittelt, er gab freiwillig eine DNA-Probe ab. Mollys Halbschwester Heather gibt 2022 bekannt, dass es keine Übereinstimmung zwischen der Täter-DNA und der von Frank gab. Franks Schwester ist sich sicher, dass ihr Bruder unschuldig ist und nur als Sündenbock herhalten soll.

Die Ergebnisse der DNA-Untersuchung wurden bis heute nicht veröffentlicht. Fotos von Frank zeigen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Phantombild, auch weil er eine Zigarette in der Hand hält. Doch seine Schwester sagt, er habe zu Hause nur Zigarre geraucht und seine Haare immer pechschwarz gefärbt, während Mollys Mutter von graumeliertem Haar gesprochen hat. Zuletzt bemüht sich Mollys Schwester Heather darum, die Ermittlung an ein Nachbarcounty weiterzugeben.

Sie scheint den Glauben an die örtliche Polizei verloren zu haben. Dann wird die Geschichte um Mollys Chef Ed Fett verworren. Heather sagt in einem Interview, Ed habe Molly während der Arbeit mehrmals Schokoriegel vorbeigebracht und ihr Kataloge mit Bademode gegeben, allerdings nicht mit Badeanzügen für Rettungsschwimmer, sondern mit normaler Ware. Molly habe diese Kataloge ignoriert und die Badeanzüge getragen, die ihre Eltern ihr gekauft hatten.

Einmal soll Ed ihr einen Katalog sogar direkt zu Hause vorbeigebracht haben. Ed wurde am Morgen des 27. Juni von Sandra Woodworth verständigt, kam um 11 Uhr zum See und verständigte um 11:44 Uhr die Polizei. Er sagt, er habe die geöffnete Erste-Hilfe-Tasche geschlossen und ein paar andere Sachen von Molly angefasst, daher seien seine Fingerabdrücke auf ihren Sachen.

Laut einigen Quellen soll er der Polizei erzählt haben, dass an diesem Tag Mollys Bruder John als Bademeister hätte arbeiten sollen und nicht Molly. Das ist nicht wahr. John war nur zum Einarbeiten am See, der 27. Juni war Mollys zweiter komplett selbstständiger Arbeitstag.

Gegenüber einer Zeitung sagt Ed 2003, er habe ein Alibi und sei deshalb nicht verdächtig. Er habe freiwillig eine DNA-Probe abgegeben. „Ich denke, die wollten einfach eine große Datenbank bauen. Ich wurde damals wie ein Verdächtiger behandelt.

Sie haben meine Story überprüft und herausgefunden, dass ich ein Alibi hatte“, wird er zitiert. Doch die Hobbyermittlerin Lori Lemothy hat herausgefunden, dass das vielleicht nicht stimmt. Sie hat mit Mollys Schwester Heather und anderen Zeugen Interviews geführt. Diese Angaben sind nicht durch Behörden bestätigt.

Laut Lori soll Ed am Morgen des 27. Juni einen Zaun gestrichen haben, mit drei weiteren Leuten: einem Teenager, der Sozialstunden ableistete, und den Brüdern Kenneth und Jared Tetro. Ed sagt, er habe den drei Jungs bis 11 Uhr bei den Malerarbeiten geholfen, bis er von Sandra Woodworth Bescheid bekam. Doch der Teenager, der zufällig mit Molly befreundet war, erinnert sich anders.

Man habe sich gegen 9 Uhr mit Ed am Cutterpark getroffen, er habe Farbe und Pinsel mitgebracht und Anweisungen gegeben. Dann sei Ed aber um etwa 9:15 oder 9:20 Uhr verschwunden und erst um 12:30 Uhr wiedergekommen. Da habe er die drei Maler zum Mittagessen bei Monas Pizza in Warren eingeladen, wo sie sich mit dem Police Chief von Warren unterhalten hätten. All das passierte nur eine Dreiviertelstunde, nachdem Ed ein 16-jähriges Mädchen als vermisst gemeldet hatte und während die Suche noch im vollen Gang war.

Ed soll das Essen mit keiner Silbe erwähnt haben. Der Teenager sagt, er habe das alles der Polizei erzählt, danach aber nie wieder etwas von den Behörden gehört. Mollys Bruder John will Ed an diesem Morgen in einem Baumarkt in West Brookfield getroffen haben, nur wenige Minuten vom Cutterpark entfernt. Laut dem Teenager ist Ed um 9:15 oder 9:20 Uhr los, und um 9:30 Uhr soll John ihn im Baumarkt getroffen haben.

Ed soll dort Klebeband und Seile gekauft haben. Das sind normale Dinge für jemanden, der handwerklich arbeitet, aber auch Dinge, die auf der Einkaufsliste eines Entführers stehen könnten. Wenn man den Aussagen glaubt, ist unklar, wo Ed zwischen 9:40 und 11 Uhr war. Molly ist um kurz vor 10 Uhr am See angekommen.

Das Zeitfenster für eine Entführung wäre da. Doch die Theorie basiert nur auf diesen beiden Zeugenaussagen. Von der Polizei gibt es keine Aussage, dass Ed jemals verdächtig war. Ed gehörte aber zu den Personen, die beim Lügendetektortest durchgefallen sind.

Wer auch immer für Mollys Schicksal verantwortlich ist, der Täter ist mit einer Entführung am helllichten Tag an einem eigentlich gut besuchten Ort davongekommen. Bis heute, 25 Jahre später, wurde niemand festgenommen. Es gibt immer noch die Möglichkeit, dass das Phantombild gar nichts mit Mollys Verschwinden zu tun hat. Der Mann fiel Mollys Mutter auf, weil er sie aus einem weißen Auto heraus angestarrt hat.

Ein Truckfahrer hat am Morgen von Mollys Verschwinden ein weißes Auto in der Nähe des Sees gesehen. Aber weiße Autos gibt es viele. Mehr als 4000 Hinweise sind zu dem Phantombild und dem weißen Auto eingegangen. Wäre der Fahrer des weißen Autos der Täter, hätte er ein großes Risiko eingegangen.

Magdaline hat ihn 20 Minuten lang beobachtet, er hätte wissen müssen, dass sie ihn genau beschreiben kann. Entweder ist der Täter ein absoluter Profi, oder er ist das genaue Gegenteil und geht viele Risiken ein. Mollys Vater hat eine Theorie, die plausibel klingt. Er glaubt, der Täter hat Molly kurz nach ihrem Dienstantritt angesprochen, vielleicht erzählt, er habe sich geschnitten und brauche ein Pflaster.

Molly hätte sich hilfsbereit zu ihrer Erste-Hilfe-Tasche gedreht und sie geöffnet. Dann muss der Täter sie gezwungen haben, den Trampelpfad Richtung Friedhof zu gehen. Molly war barfuß, ihre Schuhe blieben am Posten zurück. Freiwillig wäre sie niemals barfuß durch das Gestrüpp gelaufen.

Der Täter muss sie mit einer Waffe bedroht haben oder unter dem Vorwand, dass jemand auf dem Pfad Hilfe brauche. Am Trampelpfad endete die Fährte der Spürhunde. Es ist erstaunlich, wie wenig man in diesem Fall weiß. Viele Menschen aus Mollys damaligem Freundeskreis sind inzwischen ebenfalls nicht mehr am Leben.

2003, kurz nachdem Mollys Überreste gefunden wurden, gab ihr Freund Peter Rambevski einer Lokalzeitung ein Interview. Keine Woche später starb er bei einem Autounfall, er trug keinen Sicherheitsgurt und fuhr sein Auto absichtlich gegen einen Baum. Zuletzt soll er bei Monas Pizza gearbeitet haben, dem Restaurant, in dem Ed Fett nach Mollys Verschwinden gegessen haben soll. Auch Mollys damaliger Freund Steven Lucas starb 2008 im Alter von nur 25 Jahren bei einem Autounfall.

2012 starb Kenneth Tetro, der an den Malerarbeiten beteiligt war, die genauen Umstände sind unbekannt. 2018 starb auch sein Bruder Jared Tetro. Vier junge Leute aus Mollys Umfeld sind heute nicht mehr am Leben. Mollys Familie engagiert sich noch immer sozial und politisch und setzt sich für die Suche nach dem Mörder ein.

Die Polizei nimmt weiterhin Tipps und Hinweise entgegen. Die Angehörigen hoffen, dass der Fall doch irgendwann gelöst werden kann.