Ich stand im Garten und wollte nur kurz die Gurken ernten, als mein Mann mit dem Umschlag in der Hand auf mich zukam: „Jetzt wird es Zeit, die Gewinner zu ziehen.“ Über 850 Menschen hatten bei…

Ich stand im Garten und wollte nur kurz die Gurken ernten, als mein Mann mit dem Umschlag in der Hand auf mich zukam: „Jetzt wird es Zeit, die Gewinner zu ziehen.“ Über 850 Menschen hatten bei...

„Schau mal, wer da ist! “, rufe ich, als ich den Zaun entlanggehe. Maike steht grinsend am Tor, in der Hand einen prall gefüllten Umschlag. Wir haben uns seit Wochen auf diesen Moment gefreut.

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Die Sonne knallt, der August ist in vollem Gange, und unser großer Gemüsegarten steht in voller Pracht. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich heute gute Laune habe. Wir haben zusammen mit Kaza Cayensis, mit Maike und Kai, ein Gewinnspiel veranstaltet. Ein wunderschönes Märchenhaus aus Holz, ein Nistkasten zum Aufhängen, dazu ein Set Saatgut für die Aussaat im August.

Über 850 Menschen haben mitgemacht. Kinder haben gemalt, Erwachsene haben Fotos geschickt. Es war überwältigend. „Bist du bereit, die Gewinner zu ziehen?

“, frage ich Maike. „Ich bin die Losfee“, lacht sie und hält den Umschlag hoch. Wir haben eine PDF mit einem Ausmalbild vorbereitet, ein Krähenhaus, das die Leute ausmalen und zurückschicken konnten. Maike hat sie alle ausgedruckt und gefaltet, ein dickes Bündel voller kleiner Kunstwerke.

Jetzt wird es spannend. „Von mir aus kann es losgehen“, sage ich. Ein letztes Mal schaue ich über das Blumenfeld. Die Cosmea leuchtet in Pink und Fuchsia, die Speisechrysanthemen setzen gelbe Akzente.

Es ist ein Feuerwerk aus Farben. Ein paar Meter weiter hinten breitet sich ein Meer aus Orange aus – die Cosmea in Orange, daneben Kornblumen, die langsam verblühen. Der Flo, unser essbarer Blickfang, zeigt Farbtöne von Pastellgelb über Weiß bis Violett. Jede Pflanze ein eigenes kleines Kunstwerk.

Thymian habe ich schon ein paar Mal zurückgeschnitten und getrocknet, den Wintervorrat plane ich früh. Und der Anis-Ysop? Unglaublich intensiv, wenn man die Blätter reibt. Ein Insektenmagnet, summt und brummt überall.

Das ist gut für die Bestäubung, denn ohne die wird die Ernte nichts. Wir gehen weiter zu den Kartoffeltonnen. Ein alter Pool, in Zylinder geschnitten, unten offen – ein Upcycling-Projekt, das sich jedes Jahr lohnt. Die frühen Kartoffeln sind größtenteils geerntet.

Aber in den hinteren Tonnen stecken noch welche drin. Wir haben letztes Jahr getestet, ob man sie über den Winter im Boden lassen kann, für Weihnachtskartoffeln. Wenn man aufpasst, dass kein harter Frost durchzieht, funktioniert das. Man gräbt dann im November oder Dezember einfach die Kartoffeln aus, während oben schon die nächste Pflanze wächst.

Oben in den Tonnen steht jetzt Chinakohl, gut für Kimchi, daneben Spitzkohl, den ich liebe, und der Blumenkohl, das Lieblingsgemüse des Gärtners. Früher und spät gepflanzt, dann wächst das Saatgut besser. Dazu Brokkoli, und der Kohl, der gerade erst gesetzt wurde, schießt schnell in die Höhe. Es dauert nicht mehr lange, bis wir ernten können.

Im Gewächshaus wird es heiß, richtig heiß. Ich bleibe nicht lange. Links ein Dschungel aus Grün, alles Fleischtomaten, die Lieblingstomaten von meinem Mann. Dünne Schale, viel Fruchtfleisch, wenig Kerne – sie zergeht auf der Zunge.

Im unteren Bereich sieht man eine Mangelerscheinung, wahrscheinlich Magnesium. Wir haben seit diesem Jahr einzelne Düngemittel im Sortiment, Stoffe wie Magnesium oder Kupfer einzeln. Ein Video über Bodenanalyse gibt es auch auf dem Kanal. Aber die oberen Pflanzenteile sind gesund und kräftig, ich mache mir keine Sorgen.

Wir beobachten das einfach. Daneben unten wachsen Kräuter: Basilikum in Violett und Grün, Petersilie, Majoran. Und dann die Jalapeños, die Chilis, die nicht ganz so scharf sind. Ich esse ab und zu ein eingelegtes Exemplar, aber so viel davon verbrauchen wir nicht.

Die sind für die Saatgutvermehrung, für euch. Dazu die Gurke, diese Schlangengurke, so ertragreich, dass wir alle ein, zwei Tage diese Kaliber ernten. Die Sorte verrate ich noch nicht, die gehört zu unseren neuen Sorten, die wir alle testen. Dazu gibt es ein Video – dank eurer Daumen nach oben gibt es einen zweiten Teil.

Was mich heute Nacht geweckt hat, war ein Unwetter, wie ich es noch nie erlebt habe. Dauergewitter, Leuchten am Himmel, Böen, Hagel, wahnsinniger Regen. Auf der Fläche sind insgesamt 25 Liter runtergekommen, aber in so geballter Form, dass ich lange wach lag. Bis 2 Uhr nachts hat es gearbeitet.

Zwei Bäume sind umgekippt, wo man es nicht gedacht hätte. Wir sind gut weggekommen, nur ein paar Schäden, die wir gleich sehen. Draußen im großen Gemüsegarten fangen wir mit dem ersten Beet an. Hier standen die Zuckererbsen am Gerüst, längst abgeräumt.

Jetzt wächst dort Radicchio, der darf jetzt kräftig austreiben. Daneben eine Wildtomate in Gelb, perfekt zum Naschen, auch für Kinderhände vom Hochbeet. Ein Stück weiter der Dill mit seinen Dolden, den wir im Workshop zusammen ausgesät haben. Ich ernte und trockne ihn als Gewürz für den Winter.

Die Blüten und das Grün kann man wunderbar zum Einlegen verwenden. Dann die Frage, die ihr euch sicher stellt: Warum sind diese Bögen leer? Das frage ich mich auch. Normalerweise hängen sie voller Gewürzgurken.

Dieses Jahr hat sie zum ersten Mal nicht Vollgas gegeben. Geerntet haben wir trotzdem schon einige Durchgänge, ganze zwölf große Einmachgläser sind voll. Aber es war deutlich weniger als sonst. Dahinter, zwischen Borretsch und Ringelblumen, eine Reihe Bohnen, die langsam zu Ende geht.

Und wo vorher Markerbsen und Blattsalate standen, sind jetzt zwei Reihen Radicchio. An den nächsten Bögen sieht es anders aus, da ist es richtig voll. Die Feuerbohne mit ihren roten Blüten, die man in drei Stadien ernten kann: als ganz junge Bohne, wenn sie leichte Kerne angesetzt hat, oder als Auskernbohne. Ähnlich die Stangenbohne in Blau – jung wie eine Buschbohne verwerten oder auskernen.

Und direkt vor mir ein Grün, das sind die Kidneybohnen aus unseren neuen Sorten. Wenn die Hülse ganz vertrocknet ist und raschelt, dann sind sie perfekt. Die kann man trocknen, kochen, in Tomatensoße geben – viele Möglichkeiten. Nicht alle haben das Hagelwetter gut überstanden, aber die meisten sind schön gediehen.

Dann zwei weitere Bögen mit einer anderen Einlegegurke, deutlich üppiger. Viele große Triebe, gesund und vital, genauso soll es aussehen. Aber der Nachteil: Bei den Blüten gibt es ein Ungleichgewicht. Wenn man viel ernten will, muss man mehrere Pflanzen zusammensetzen.

Und als Snackgurke taugt sie nicht so richtig, selbst klein hat sie diese dezente bittere Note. Beim Einlegen ist das überhaupt kein Thema. Sie kommt aus den russischen Landen, hat sich aber bei uns gut gemacht. Wir überlegen, ob sie ins Sortiment soll.

Was ist eure Meinung? Schreibt uns gerne. Daneben wieder Salat, der in Blüte geht, die Samenträger, die das Unwetter nicht so gut weggesteckt haben. Und zwischen Tagetes und Ringelblumen die Zucchini, gelb und grün gestreift.

Wer viele kleine Früchte haben will, erntet regelmäßig und lässt sie nicht zu groß werden, dann schieben sie immer neue nach. Perfekt für die Grillsaison. Eine Parzelle weiter: zwei Reihen Herbstsalat, die Puntarelle. Die hat einen versetzten Erntezeitpunkt, praktisch, wenn man sie selbst verzehren will.

Daneben der Zuckerhut, der auch im Biosaatgut-Kalender für dieses Jahr stand und nächstes Jahr wieder drin sein wird. Arbeit da, aber wir sind fleißig dran. Hier an diesen beiden Beeten zeigt mein Mann, was er schon gemacht hat. Nach dem Regen, der Sonne, wollen wir, dass die Feuchtigkeit im Boden bleibt.

Früher haben wir gemulcht, haben euch das jahrelang erzählt. Jetzt die Frage: „Hey, wieso mulcht ihr nicht mehr? “ Wir finden Mulch immer noch gut, Rasenschnitt zersetzt sich und bringt Nährstoffe in den Kreislauf. Aber wenn man nicht mehr genug Material hat, muss man sich was anderes einfallen lassen.

Das hat früher schon der Opa gemacht: das klassische Hacken. Hier auf der Seite bei der Puntarelle ist die Oberfläche aufgeraut, die Kapillaren sind unterbrochen, die Feuchtigkeit bleibt in der Erde. Auf der anderen Seite, wo noch nicht gehackt wurde, sieht man eine glatte Oberfläche mit Rissen. Da verdunstet das Wasser schneller.

Da müssen wir noch ran. Daneben leuchten kleine rote Punkte: die Cocktailtomate. Süß, köstlich, perfekt zum Naschen, aber auch für Focaccia und Salate. Eine Freilandtomate, robust, kaum krank.

Ein paar Blätter kann man unten abschneiden, aber oben ist sie perfekt. Und so viele Früchte, sie ist sehr ertragreich. Dahinter gelbe Punkte: Brokkoli, der jetzt in Blüte und Samen gehen darf. Ein paar Seitentriebe, die kleinen Röschen, schneiden wir noch ab, die sollen nicht mehr in Blüte gehen, das wird zu unterschiedlich.

Und daneben Rosenkohl, unser Winterkohl. Ein paar Pflanzen haben der Sturm und die Wühlmaus erwischt, aber es sind noch genug. In der letzten Parzelle: der Winterporree, gerade gesetzt, ein paar Pflanzen haben Tiere gefressen, aber es ist mehr als genug. Knollensellerie, den haben wir im Workshop sogar zusammen gesät, sieht soweit gut aus.

Dazu die Saatzwiebeln, rot und weiß, zusammen gesät. Die Steckzwiebeln sind früher reif, aber nicht so gut lagerfähig. Die Saatzwiebeln kann man richtig lange lagern. Wir haben vor Kurzem das Zwiebellager sortiert und noch einige gefunden, die perfekt für die Küche waren, fest und schön.

Am liebsten hat man von beidem etwas, dann hat man ein ganz langes Fenster und eigene Zwiebeln. Dann das wilde Grün vor mir: Radieschen, die in Blüte und Schoten gegangen sind, jetzt im Saatgutstadium. Wer solche grünen, knackigen Schoten findet, kann sie roh essen, leicht pikant, erfrischend. Ich mag sie nicht scharf, aber die sind super.

Oder einmal durch die heiße Pfanne ziehen, als Topping für Gerichte. Daneben unser bunter Mangold, bei dem wir die jungen Blätter ernten, der Rest wächst weiter. Und dann die Wurzelpetersilie, ein eher schwierigeres Gemüse, weil die Wühlmaus weiß, wie lecker sie ist. Wir ernten jetzt bald, damit wir auch was abbekommen.

Und wo es dunkel ist, da waren Kartoffeln drin, jetzt ist frisch Spinat gesät, der wird bald keimen. Nasses Wetter und Wärme, das geht schnell. Auf dem Reststreifen, wo der Knoblauch stand, werden demnächst die Erdbeeren einziehen, damit sie drei bis vier Jahre stehen können. Die Streifen im Boden kommen von der Ecke, von einem alten landwirtschaftlichen Gerät, nicht die üblichen drei oder fünf Reihen, sondern nur eine.

Die ziehen wir nicht per Hand – da hilft uns unser Tinkerpony, unser Neuzugang dieses Jahr. Sie ist schon schön im Zug, und wir arbeiten zusammen. Nächstes Mal nehmen wir vielleicht die Kamera mit, wenn ihr wollt. „Jetzt ist es so weit“, sage ich zu Maike.

„Rassel die Trommel! “

Sie grinst und schüttelt den Umschlag. Wir alle schauen gespannt hin. „Möchtest du den Ort vorlesen?

“, frage ich. Wir machen es spannend. „Aus Bad Wildungen“, sagt sie, „haben Alex und Sabrina gewonnen. “

„Herzlichen Glückwunsch!

“, rufe ich. „Von uns auch. Wir haben ja die Kontaktdaten, wir melden uns. “

Maike lächelt.

„Und wenn ihr das Ausmalbild noch machen wollt, ganz ohne Gewinnspiel, einfach so, findet ihr es auf dem Blog im Garten Gemüsekios. Gerade in den Ferien ist das eine schöne Beschäftigung für die Kinder. “

„Und wer unbedingt so ein Märchenhaus haben will, vielleicht in einer anderen Farbe, der schaut bei Kaza Cayensis vorbei. Der Link ist im Blogartikel.

Maike, was fasziniert dich am meisten an den Häusern? “

„Der Geruch von Holz und Farbe“, sagt sie. „Und das Schönste ist, wenn wir wieder zu unserem Kind kommen und sehen, wie es bewohnt wird. Wie sich die Hühner und Enten eingewöhnt haben.

Es ist jedes Mal eine Überraschung. “

Ich nicke. Voll schön. Das war’s mit unserem Gartenrundgang und der Verlosung.

Wer noch mehr sehen will, findet im Blog die Links zu Kaza Cayensis und all den anderen Videos. Abonniert gerne, wenn ihr es noch nicht gemacht habt. Und macht eure Gärten bunt.