Was geschah wirklich hinter den verschlossenen Türen im Kiez? DAS GRAUSAME GEHEIMNIS um den spurlos verschwundenen Rentner aus Berlin-Prenzlauer Berg – Welch ein Albtraum!

Was geschah wirklich hinter den verschlossenen Türen im Kiez? DAS GRAUSAME GEHEIMNIS um den spurlos verschwundenen Rentner aus Berlin-Prenzlauer Berg – Welch ein Albtraum!

Der Fund in der Erdgeschosswohnung in der ruhigen Hosemannstraße in Berlin-Prenzlauer Berg ließ selbst erfahrenen Mordermittlern das Blut in den Adern gefrieren. Als Polizeioberkommissar Sebastian Brosius am 9. Januar 2017 die verstaubte Wohnung betrat, die seit einem Jahrzehnt wie in der Zeit eingefroren schien, entdeckte er in einer Ecke eine Tiefkühltruhe.

Unter einer Schicht von Tiefkühlerbsen und Fertiggerichten fand er rote Müllsäcke, die die gesamte Truhe ausfüllten. Als er den ersten Sack aufschnitt, blickte er direkt auf eine blutverschmierte, abgetrennte Hand, die auf einem Oberkörper lag.

Die Entdeckung markierte den Beginn eines der außergewöhnlichsten und grausamsten Fälle der Berliner Kriminalgeschichte, der bis heute nicht vollständig aufgeklärt ist. In den Säcken fanden die Beamten die zerstückelte Leiche des damals 80-jährigen Heinz N. , der mehr als 50 Jahre in dieser Wohnung gelebt hatte.

Der Rentner war offenbar bereits um den Jahreswechsel 2006/2007 getötet worden, doch niemand hatte sein Verschwinden bemerkt. Zehn Jahre lang lag seine Leiche in der Tiefkühltruhe, perfekt konserviert durch die eisigen Temperaturen.

Für die Rechtsmedizin war dieser Fund ein Glücksfall, wie Professor Dr. Sven Hartwig betont. Der Leichnam erreichte das Institut noch im gefrorenen Zustand, was alle Spuren konservierte.

Bei der Obduktion stellten die Rechtsmediziner eine Schädel-Steckschussverletzung fest, das Projektil steckte noch im Schädelinneren. Die Einschussstelle oberhalb des rechten Auges war für einen Suizid völlig untypisch, und die geringe Anzahl von Schmauchteilchen an der Hand des Opfers sprach eindeutig gegen eine Selbsttötung.

Die Ermittler der 8. Mordkommission unter der Leitung von Uwe Isenberg standen vor einem Rätsel. Wie konnte ein Mensch zehn Jahre lang unentdeckt in seiner Wohnung liegen, während seine Rente weitergezahlt wurde?

Die Antwort fanden sie, als sie das Bankkonto des Toten überprüften. Kurz vor dem Fund der Leiche waren 5. 000 Euro abgehoben worden, und jahrelang hatte jemand systematisch die Rente des Toten abgehoben.

Überwachungskameras einer Bank zeigten einen Mann mit einer markanten Jacke, auf der eine amerikanische Flagge prangte.

Dieser Mann war Josef S. , der nette Nachbar von nebenan, der in der Nachbarschaft liebevoll Joschi genannt wurde. Er hatte sich mit dem einsamen Witwer Heinz N.

angefreundet und half ihm bei handwerklichen Arbeiten. Doch hinter der freundlichen Fassade verbarg sich eine dunkle Seite. Einen Tag nach dem Leichenfund observierte die Polizei das Haus in der Hosemannstraße, und tatsächlich tauchte Josef S.

auf, um den Briefkasten des toten Rentners zu leeren. Er hatte einen Hausschlüssel und schien sich völlig sicher zu fühlen.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in der Langhansstraße machten die Ermittler einen weiteren schockierenden Fund. Neben seinem Bett lag eine abgesägte Schrotflinte in einer Papprohre, griffbereit. Doch das eigentlich Erschreckende entdeckten sie unter einer losen Treppenstufe im Keller.

Dort fanden sie eine Tüte mit den Personaldokumenten von Heinz N. , aber auch die Papiere einer zweiten Person, einer Oma Korowski. Dieser Fund ließ die Ermittler aufhorchen und die Frage aufwerfen, ob sie es mit einem Serienmörder zu tun hatten.

Die Ermittlungen ergaben, dass auch Irma Korowski, eine 76-jährige Rentnerin, spurlos verschwunden war, und auch bei ihr war es jahrelang niemandem aufgefallen. Sie lebte zurückgezogen, hatte keinen Kontakt mehr zu Verwandten und zahlte ihre Miete regelmäßig in bar bei der Wohnungsbaugesellschaft. Doch im Jahr 2001 hörten die Zahlungen auf, und ihre Wohnung wurde zwangsgeräumt.

Auch hier hatte Josef S. eine vertraute Beziehung zu der älteren Nachbarin aufgebaut, sich um ihre Einkäufe und Hausarbeiten gekümmert und offenbar Zugriff auf ihre finanziellen Mittel erlangt.

Die Ermittler sind überzeugt, dass Josef S. auch Irma Korowski getötet hat, doch ihre Leiche wurde bis heute nicht gefunden. Er schweigt zu ihrem Verbleib, und die Ermittler gehen davon aus, dass die Leiche Verletzungen aufweist, die auf ein Gewaltverbrechen hinweisen.

Für Mordermittlerin Anja Bednarski, für die dies der erste Fall bei der Mordkommission war, ist es unerträglich, dass ein Mensch einfach aus dem Leben gerissen wird und bis heute als vermisst gilt. Sie sucht weiter nach Hinweisen, insbesondere nach DNA-Proben von Verwandten, um das Schicksal von Irma Korowski endgültig zu klären.

Im Herbst 2017 begann der Prozess gegen Josef S. vor dem Landgericht Berlin. Er versteckte sich hinter einer Silbermappe und gestand, die Leiche von Heinz N.

zerteilt zu haben, beteuerte aber gleichzeitig, niemanden getötet zu haben. Er behauptete, Heinz N. habe sich selbst erschossen, und er habe die Leiche nur verschwinden lassen, um nicht verdächtigt zu werden.

Doch die rechtsmedizinischen Beweise sprachen eine andere Sprache. Der Schusskanal war absteigend, was darauf hindeutet, dass das Opfer bei der Schussabgabe saß und der Täter vor ihm stand.

Die Ermittler rekonstruieren den Tathergang: Am Silvesterabend 2006 feierten Josef S. und Heinz N. gemeinsam in der Wohnung in der Hosemannstraße.

Sie stießen auf das neue Jahr an, und während draußen die Böller knallten, fiel ein scharfer Schuss, den niemand wahrnahm. Josef S. musste dann die Leiche zerteilt und in der kurz zuvor gelieferten Tiefkühltruhe versteckt haben.

Die Kaufquittung für die Truhe vom 30. Dezember 2006 war ein weitterer Beweis für seine sorgfältige Planung.

Im April 2018 wurde Josef S. wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Landgericht Berlin stellte die besondere Schwere der Schuld fest, sodass er nicht schon nach 15 Jahren auf Bewährung entlassen werden kann.

Die Ermittlungen im Fall Irma Korowski laufen weitter. Wenn Sie Hinweise haben, wenn Sie etwas über das Schicksal der Rentnerin wissen, dann informieren Sie bitte die 8. Mordkommission in Berlin unter der Vorwahl 030, dann die 46 64 9 11, dreimal die 8 oder jede andere Polizeidienststelle.

Der Fall des Kühltruhenmordes in Berlin-Prenzlauer Berg ist ein erschreckendes Beis piel dafür, wie Einsamkeit und Vergessenheit im Alter zu solchen Tragödien füh ren können. Heinz N. und Irma Korowski waren zwei Menschen, die von der Gesellschaft vergessen wurden, deren Verschwinden niemand bemerkte.

Josef S. nutzte diese Einsamkeit skrupellos aus, baute ein Vertrauensverhältnis auf und tötete dann kaltblütig, um an ihre Renten zu gelangen. Er schlüpfte in ihre Hülle, wie die Ermittler es beschrieben, und führte ihr Leben weiter, während ihre Leichen in einer Tiefkühltruhe oder an einem unbekannten Ort lagen.

Für die Ermittler bleibt dieser Fall unvergesslich. Uwe Isenberg, der damalige Chef der 8. Mordkommission, erinnert sich noch genau an den gespenstischen Anblick der dunklen Straße, des Lichtscheins aus der Wohnung und der Leiter am Fenster.

Sebastian Brosius, der die Leiche entdeckte, bekommt noch heute Gänsehaut, wenn er an den Fund denkt. Und Anja Bednarski wird weiterhin dranbleiben, in der Hoffnung, auch den Fall Irma Korowski eines Tages klären zu können. Der Kühltruhenmord ist ein Fall, der zeigt, wie tief die dunkle Seite eines Menschen reichen kann, der nach außen hin hilfsbereit und freundlich wirkt.