Ich stand in der Werkstatt und drückte den grünen Knopf, als die riesige Fräse mit einem ohrenbetäubenden Surren loslegte. Sekunden später hielt mein Mann ein perfekt geschnittenes Holzbauteil in…

Ich stand in der Werkstatt und drückte den grünen Knopf, als die riesige Fräse mit einem ohrenbetäubenden Surren loslegte. Sekunden später hielt mein Mann ein perfekt geschnittenes Holzbauteil in...

Igi, der Igel, hat sein neues Zuhause schon bezogen. Ich bin heute nicht in meinem eigenen Garten, sondern zu Besuch bei Maike und Kai, und die beiden haben in ihrer Werkstatt ein wunderschönes Igelhaus gebaut. Es riecht nach Holz und Farbe, und neben mir steht das fertige Haus – ein kleines Meisterwerk mit Dachschindeln, einem Vorhof und einer gemütlichen Schlafhöhle. „Igi hat’s sich schon gemütlich gemacht“, sagt Maike und grinst.

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Ich muss lachen. Der kleine Igel hat offenbar genau gewusst, was gut für ihn ist. Bevor wir loslegen, erklären mir die beiden, welche Möglichkeiten es gibt. „Es gibt eine kostenlose PDF zum Nachbauen, einen Bausatz, bei dem die Teile schon gefräst sind, oder das fertige Haus, das wir direkt zu dir nach Hause schicken“, erklärt Kai.

Die Luxusvariante ist also das fertig montierte und bemalte Igelhaus. Ich bin gespannt, wie so ein Haus entsteht. Kai und Maike haben alles am Computer geplant und konzipiert. „Die ganze Entwicklung steckt in der Maschine drin“, sagt Kai und deutet auf einen großen Computer, der mit einer riesigen CNC-Fräse verbunden ist.

„Was müssen wir jetzt machen? “, frage ich. „Einfach den grünen Knopf drücken“, antwortet Kai. Ich drücke, und ein lautes Surren setzt ein.

Die Fräse arbeitet, und wir schauen gebannt zu, wie aus einer großen Holzplatte nach und nach die einzelnen Teile des Igelhauses entstehen. Nach dem Fräsen wechseln wir in eine andere Ecke der Werkstatt. „Hier hat Henk gerade gearbeitet“, sagt Maike und zeigt auf die frisch gefrästen Holzteile. „An den Kanten sind noch Fasern und kleine Unebenheiten.

Die schleifen wir gleich ab. “ Das übernehme ich gern, sage ich. Schleifen macht Spaß. „Und was ist das für ein Holz?

“, will ich wissen. „Das ist verzugsfreie Dreischichtplatte aus Vollholz“, erklärt Kai. „Drei Schichten, die wasserfest verleimt sind. Dadurch verzieht sich das Holz nicht.

“ Das klingt nach einem Material, das auch im Garten lange hält. Aber dann kommt ein wichtiger Punkt: „Holz darf niemals direkt auf der Erde stehen“, sagt Kai ernst. „Da zieht die Feuchtigkeit hoch und das Holz fault. “ Maike holt kleine Füßchen aus Teppro, einem Recycling-Kunststoff.

„Die kommen unter das Haus. Damit kannst du es direkt auf die Erde stellen. “ Und weil das Igelhaus eine Bodenplatte hat, ist es innen auch noch etwas isoliert und wärmer. „Und wo stellt man so ein Igelhaus am besten hin?

“, frage ich weiter. „Die Öffnung sollte der Wetter-Seite abgewandt sein“, erklärt Maike. „Also nicht direkt Richtung Regen und Wind. Und am besten stellst du es in einen Busch oder unter einen Reisighaufen, damit es in der Natur verschwindet.

Dann fühlt sich der Igel sicher. “ Wer kein Busch hat, baut sich eben einen aus Zweigen oder Totholz. Wir haben genug geredet, jetzt geht’s an die Arbeit. Ich schleife die Kanten der einzelnen Holzteile glatt, während Maike und Kai die nächsten Schritte vorbereiten.

„Bei der Bausatz-Variante brauchst du keinen Leim“, sagt Maike. „Die Teile sind so konstruiert, dass sie nur an einer einzigen Stelle zusammenpassen – wie bei einem Puzzle. “ Das ist praktisch, vor allem wenn man das Haus mit der Familie an einem Nachmittag zusammenbaut. Was aber dabei ist, sind Schrauben.

„Zehn Schrauben pro Dachhälfte“, zählt Kai. „Denn ein Igelhaus sollte man einmal im Jahr sauber machen, genau wie einen Nistkasten. “ Deshalb ist das Dach auch abnehmbar. Wir stellen das Haus zusammen.

Die Wände werden ineinander gesteckt, die einzelnen Teile fixiert. Als das Haus steht, halte ich stolz das Dach in den Händen. „Das ist schon fertig vorbereitet“, sagt Maike. „Beim Bausatz ist das auch dabei.

Jetzt schauen wir uns den Innenraum an. Das Dach kann man abnehmen, und dann sieht man die Schlafhöhle des Igels und einen kleinen Durchgang an der Seite. „Das ist der Vorhof“, erklärt Kai. „Der schützt den Igel vor Fressfeinden, zum Beispiel vor Katzen.

“ Wenn man das Haus aufstellt, sollte man trockenes Laub, Heu oder Stroh hineinlegen, damit der Igel sich einnisten kann. Es folgt das Dach. Wunderschöne Schindeln aus kanadischer Rotzeder liegen bereit. Die riechen fantastisch – vor allem nach einem Regenschauer, wenn die Sonne wieder scheint.

„Bei der PDF-Variante hast du diese Schindeln natürlich nicht“, sagt Maike. „Dann kannst du Dachpappe nehmen oder das Haus einfach in einen Reisighaufen setzen. “ Man kann also auch improvisieren. Maike zeigt mir, wie die Schindeln richtig angebracht werden.

„Zuerst ein bisschen Abstand lassen, damit sich das Holz ausdehnen kann, wenn es nass wird“, sagt sie. „Wenn die Schindeln aneinanderliegen, spalten sie sich. “ Sie nagelt zwei kleine Dachpappnägel pro Schindel fest. Die erste Reihe kommt über die Kante, die zweite etwas weiter herunter, damit eine Tropfkante entsteht.

„Hier oben sägst du die letzte Schindel ab“, erklärt sie. Die Reste kann man übrigens gut weiterverwenden – zum Basteln, als Mottenschutz im Schrank oder leicht angefeuchtet neben den Ofen legen, dann duftet der ganze Raum. Wir arbeiten Reihe für Reihe. Die Lücken der unteren Schindeln werden immer von den oberen überdeckt.

„So entsteht eine gleichmäßige Überlappung“, sagt Maike. Am Ende fehlt nur noch eine Abschlussschindel oben auf dem Dach. Als letztes stellt sich mir die wichtige Frage: „Muss ich das Haus anmalen? “ Maike schüttelt den Kopf.

„Nein, das muss nicht angemalt werden. Weil es auf den Recycling-Kunststoff-Füßen steht, bleibt das Holz trocken. Wenn du die Füße nicht hast, stellst du es auf Steine. Es sieht zwar schöner aus mit Farbe, und die Kinder freuen sich bestimmt, wenn sie mitmalen dürfen – aber nötig ist es nicht.

“ Ich habe das bei meinem eigenen Gewächshaus auch schon gelernt: Wenn Holz abtrocknen kann und keine Lasur oder Farbe drauf ist, wird es zwar grau, aber es hält trotzdem lange. Wir stellen das fertige Igelhaus zusammen, und Igi hat es sich längst gemütlich gemacht. Ich bin beeindruckt, wie durchdacht dieses Haus ist: stabil, wetterfest, sicher vor Fressfeinden und schön dazu. „Wenn euch das Video gefallen hat, gebt uns doch einen Daumen nach oben“, sage ich zum Schluss.

„Und schreibt in die Kommentare, wie eure Igel heißen. Vielleicht finden wir noch ein paar Namen für weitere Igelhäuser. “ Er macht euren Garten bunt, naturnah und tierfreundlich – und gibt dem kleinen Igel in eurem Garten ein sicheres Zuhause.